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31. Jan.
Rottnest Island
Am
morgen besorgen wir uns Inseltaugliche Fahrzeuge, Fahrräder. Autos
sind bis auf wenige Ausnahmen zur Versorgung und dem Unterhalt auf der
Insel verboten. Fahrräder sind optimal um die 11 km lange und 4,5km
breite Insel zu erforschen. Nina, die seit Monaten kein Fahrrad mehr
gefahren war, war ausser sich vor Freude. Und so ging es los auf eine
Inseltour. Auf einer 20 km langen Rundreise trafen wir auf traumhafte
Badestrände, wunderbare Insellandschaft und eine vielzahl von kleinen
und grösseren Salzwasser-Seen. Der Herschel Lake war durch eine Alge
am Ufer rosa gefärbt, und hatte durch den hohen Salzgehalt einen
weissen Schaum. Durch den starken Wind flogen uns immer wieder
Schaumballen entgegen, und man fühle sich in eine unreale Welt
versetzt. An der Fays Bay machten wir dann einen Badestopp. Auch hier
genossen wir das klare erfrischende nass und Sascha ging auf eine ausgiebige Schnorcheltour. Nach dieser langen Radtour waren wir alle
recht müde und hungrig, und stärkten uns erst einmal im Häuschen.
Doch schon bald hatten wir wieder genug Energie und wollten mit dem
Fahrrad nochmals zum Restaurant auf einen Abend-Drink. Doch aus
Neugierde hängten wir gleich noch eine 5km Minitour an. Zurück
im Häuschen tat uns alles weh. Vor allem Christa hatte nicht mehr viel
zu lachen, da ihre Knie entzündet waren. So legte sie sich nur noch
auf das Bett und wurde von Sascha und Nina bekocht und mit kalten
Umschlägen gepflegt.
01. Feb.
Rottnest Island
Wieder
Fit und munter startete ein neuer Erkundungs- Tag auf der Insel. Doch
ganz so viele Fahrradkilometer wollten es heute nicht wieder werden.
So fuhren wir zu The Basin, einem wundervollen Strand mit natürlichen
türkis farbigen Pools im Meeresboden. Nina wollte nicht ins Wasser, da
einige Fahrradstürze ihre Beine leicht aufgeschürft hatten, und das
Salzwasser sie brannte. So ging sie auf den Autofreien Strassen
entlang der Beach etwas Fahrradfahren, und wir gingen zum Schnorcheln.
Heute waren es noch deutlich mehr uns grössere Fische, und das Wasser
schien noch klarer, dafür auch etwas frischer. Zum Lunch fuhren wir
wieder zu unserem Häuschen, und am späteren Nachmittag zum Minigolf.
Neben den üblichen Minigolf Hindernissen hatten wir auch bewegliche
Schranken in Form von Eidechsen und Quokkas, um die es den Ball zu
schlagen galt. Auf dem Heimweg besorgen wir uns noch eine Flasche
Wein, und genossen den Abend mit den Quokkas. Nina hatte alle Hände
voll zu tun, denn die zutraulichen Tiere gingen immer wieder in das
Häuschen auf Erkundungstour. Während des Essens hatten wir einen
Eindringling übersehen, und als er wieder zufrieden aus dem Chalet
gehoppelt kam, war der Frischhaltebeutel vom Toastbrot aufgerissen,
und der Inhalt restlos verschwunden.
02. Feb.
Rottnest Island - Perth
Schweren
Herzens packten wir am Morgen unsere Reisetaschen und brachten sie zum
nahen Gepäck Pick up. Um 9 Uhr machten wir uns auf zu einer letzen
Erkundungstour mit dem Fahrrad. Wir wollten durch die Mitte der Insel
an all den Seen zum Pink Lake, welcher aber nicht rosa gefärbt war,
wie es der Name vermuten lies. Dafür trafen wir auf eine unerwartet
schöne Landschaft, und beinahe Leeren Strassen. Beim Sirius Lake
machten wir eine Pause und setzen uns in den Schatten eines Baumes,
als aus dem nicht ein Quokka auftauchte und uns keck ansah. Wir
suchten uns einen ausgewaschenen Stein, und boten ihm etwas Wasser an,
was er dankend annahm. Mit dem Little Armstrong Bay fanden wir eine
Traumhafte Schnorchel und Badebucht. Das Wasser war kühl, und die
Unterwasserwelt reich besiedelt. So hatte Sascha das vergnügen, und
wurde auf seinem Schnorchelgang von einem Manta begleitet, welcher
Mystisch durch die See schwebte. Als er derart begeistert zum Ufer
zurück kam, konnte sich sogar Christa entschliessen sich ins kalte
Nass zu stürzen, und mit den Fischen einige Runden zu Schwimmen. Die
Zeit an der Beach verging schnell, vor allem mit dem Wissen dass die
der letzte Standbesuch in Australien war. Gegen 14 Uhr fuhren wir
zurück zum Thomson Bay und brachten die Miet-Flossen und Fahrräder
zurück. Es blieb noch genug Zeit für ein letztes Eis am Strand und einen
Spielplatz-Besuch bis unsere Fähre nach Fremantle losfuhr. Um 17 Uhr
landeten wir wieder auf dem Festland. Eine Stunde später waren wir
bereis in unseren letzen Unterkunft in Australien angekommen, einem
Hotel mitten in Perth.
03. Feb.
Perth
Nachdem wir am
Vorabend eine Ferienbekanntschaft aus Sydney per Zufall wieder
getroffen hatten, brachten wir ihr heute unsere Kühlbox und andere
Reiseutensilien, die uns die letzen 12 Wochen treu begleitet hatten.
Anschliessend machten wir eine Shoppingtour durch Perth und klapperten
dabei jeden Souvenir Shop ab, den unseren Weg kreuzte. Und das alles
ohne in Kaufrausch zu geraten. Als wie um 16 Uhr ins Hotel zurück
kehrten, waren wir alle ziemlich erledigt. Allem Anschein nach war
dies der Fahrstuhl ebenfalls. Denn anstatt uns in den 7 Stock zu
fahren, fuhr er in den Untergrund und machte keinen Wank mehr. Nach
einigen Versuchen das Panel zu betätigen, rief Christa per Lifttelefon
um Hilfe. Der freundliche Herr meinte, so kommen sie bitte die Treppe
zum ersten Stock hoch, wenn der Lift nicht fährt. Doch dann hat er
unsere Lage doch noch kapiert, und kam uns erlösen.
04. Feb.
Perth
Am letzen Tag in
Australien gab es für uns beim Shopping keinen Halt mehr. Erst am späteren
Nachmittag war packen angesagt. Wir waren echt erstaunt, dass unsere
Koffer anscheinend mehr Platz Inhalt hatten, als bei der Hinreise.
Nach der unliebsamen Packerei gingen wir zum Nachtessen in die Stadt
und fanden ein kleines Restaurant mit einer vielfältigen Speisekarte.
Das Essen war perfekt, und der Wein noch viel besser. Nina, die nach
dem Essen der Einkaufsstrasse entlang geschlendert war, entdeckte ein
Souvenirshop, welcher noch geöffnet hatte. So bekam Nina den Auftrag
nach einer Australien Flagge Ausschau zu halten, und uns den Preis
bekannt zu geben. Das tat sie auch prompt, und kaufte uns diese auch
ganz alleine, worauf sie anschliessend mächtig Stolz war. Anschliessend gingen wir noch einmal zum Swan River, und
genossen die Aussicht am Fluss. Als wir nach Mitternacht zurück zum
Hotel gingen, waren wir alle recht überdreht, und Nina schwenkte die
Australien-Flagge und sang australische Fussball-Lieder.
05. Feb.
Perth - Hong Kong
Seit wir in
Western Australien reisen, war dies der erste Morgen ohne strahlenden
Sonnenschein. So fiel uns der Abschied etwas leichter. Planmässig verliessen
wir um 9.30 das Hotel, und stiessen an der Zahlstelle vom Parkhaus auf
das erste Problem. Der ältere Herr am Schalter wusste nicht wie er mit
unserer Eurocard-Notfallkarte umzugehen hatte, und wir hatten kein
Bargeld mehr. Satte 30 Minuten mussten wir uns nerven, bis der Herr
sich endlich zugestand Hilfe hohlen zu lassen. Am Flughafen wurden wir
äusserst freundlich bedient, doch schon beim Check-in kam das nächste
Problem. Die Koffer waren bereits auf dem Förderband, als wir an die
Treibgasflasche zum Tischgrill im Koffer dachten. Bei der Kontrolle
des Handgepäckes wurden wir heute besonders genau inspiziert und
mussten alles nochmals auseinander nehmen, das Laptop zeigen, und die Elektronik-Equipment Tasche auseinander nehmen. Da Erschraken wir doch
sehr, als wir das Sackmesser von Sascha entdeckten, dass aus Irrtum in diese Tasche geraten
war, naja, es wird dann irgendwann für einen guten Zweck versteigert. Im Flugzeug bekamen wir dann jedoch den Aufsteller vom Tag. Zu
dritt durften wir uns einen 4-er Sitzplatz gleich hinter der Küche
teilen, im Unterhaltungsprogramm liefen deutschsprachige Spielfilme,
und unter dem Sitz befand sich ein Poweranschluss um das Laptop zu
aktivieren. So lässt es sich leichter fliegen.
06. Feb.
Hong Kong
Wir habe alle
ganz toll geschlafen, bis um 11 Uhr die Putztruppe das Zimmer stürmen
wollte. Danach haben wir das Gepäck eingestellt, und gingen auf einen
Stadtbummel. Da das Chinesische Neujahr in wenigen Tagen Einzug hält,
war die Stadt gerammelt voll. Im Kowloon Park war alles prächtig
dekoriert mit Blumen, Kinder, Tiere und natürlich dem Chinesischen
Glücksdrachen. Die Figuren waren mit Stoff auf Drahtgestelle
aufgezogen, und nach dem Eindunkeln waren diese Skulpturen beleuchtet.
Um 20 Uhr fuhren wir dann mit dem Airport Express in Richtung
Flughafen. Als wir kurz vor 21 h dort ankamen, hatten wir noch
massenhaft Zeit bis zum Abflug. So gingen wir in ein Japanisches
Restaurant und assen uns einmal durch die Vorspeisekarte. Es war so
lecker, dass wir beinahe die Zeit vergessen hatten. So mussten wir am
Ende uns richtig beeilen, um den Abflug um 23.55 zu erreichen. Der 13
Sündige Flug nach London war angenehm. Nina hat die Flugdauer ganz
leicht über sich ergehen lassen, und hat auch lange geschlafen.
07. Feb. Hong
Kong -
London - Zürich
Um 4.15 Uhr Ortszeit landeten wir in
London, und nach dem kurzen Wechsel in ein anderes Terminal flogen wir
um 7.15 los zu unserem Endziel. Nina war total aus dem Häuschen, dass
es jetzt nach Hause geht. Um 10.10 h landeten wir dann in Zürich, und
wurden von einigen lieben Freunden erwartet und wurden sogar mit einem
Korb mit Käse, Servelat und Brot beschenkt. Zu Hause angekommen
spielten sich Nina mit ihren beiden Cousins gleich warm, und konnten
das Spiel kaum mehr beenden. Die Wohnung war uns noch recht fremd, die
Zimmer wirken so gross. Auch unser lieber Kater ist gewaltig
gewachsen, zumindest in die breite.
Wir brauchen nun erst noch ein paar Tage,
um uns wieder richtig einzuleben, den Klimaschock zu verarbeiten, und
die Verkehrsrichtung wieder in den Griff zu bekommen.
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