13. Urlaubswoche

31. Jan.    Rottnest Island

Radtour auf Rottnest IslandAm morgen besorgen wir uns Inseltaugliche Fahrzeuge, Fahrräder. Autos sind bis auf wenige Ausnahmen zur Versorgung und dem Unterhalt auf der Insel verboten. Fahrräder sind optimal um die 11 km lange und 4,5km breite Insel zu erforschen. Nina, die seit Monaten kein Fahrrad mehr gefahren war, war ausser sich vor Freude. Und so ging es los auf eine Inseltour. Auf einer 20 km langen Rundreise trafen wir auf traumhafte Badestrände, wunderbare Insellandschaft und eine vielzahl von kleinen und grösseren Salzwasser-Seen. Der Herschel Lake war durch eine Alge am Ufer rosa gefärbt, und hatte durch den hohen Salzgehalt einen weissen Schaum. Durch den starken Wind flogen uns immer wieder Schaumballen entgegen, und man fühle sich in eine unreale Welt versetzt. An der Fays Bay machten wir dann einen Badestopp. Auch hier genossen wir das klare erfrischende nass und Sascha ging auf eine ausgiebige Schnorcheltour. Nach dieser langen Radtour waren wir alle recht müde und hungrig, und stärkten uns erst einmal im Häuschen. Doch schon bald hatten wir wieder genug Energie und wollten mit dem Fahrrad nochmals zum Restaurant auf einen Abend-Drink. Doch aus Neugierde hängten wir gleich noch eine 5km  Minitour an. Zurück im Häuschen tat uns alles weh. Vor allem Christa hatte nicht mehr viel zu lachen, da ihre Knie entzündet waren. So legte sie sich nur noch auf das Bett und wurde von Sascha und Nina bekocht und mit kalten Umschlägen gepflegt.

01. Feb.    Rottnest Island

Nachtessen auf Rottnest Island mit bettelnden QuokkasWieder Fit und munter startete ein neuer Erkundungs- Tag auf der Insel. Doch ganz so viele Fahrradkilometer wollten es heute nicht wieder werden. So fuhren wir zu The Basin, einem wundervollen Strand mit natürlichen türkis farbigen Pools im Meeresboden. Nina wollte nicht ins Wasser, da einige Fahrradstürze ihre Beine leicht aufgeschürft hatten, und das Salzwasser sie brannte. So ging sie auf den Autofreien Strassen entlang der Beach etwas Fahrradfahren, und wir gingen zum Schnorcheln. Heute waren es noch deutlich mehr uns grössere Fische, und das Wasser schien noch klarer, dafür auch etwas frischer. Zum Lunch fuhren wir wieder zu unserem Häuschen, und am späteren Nachmittag zum Minigolf. Neben den üblichen Minigolf Hindernissen hatten wir auch bewegliche Schranken in Form von Eidechsen und Quokkas, um die es den Ball zu schlagen galt. Auf dem Heimweg besorgen wir uns noch eine Flasche Wein, und genossen den Abend mit den Quokkas. Nina hatte alle Hände voll zu tun, denn die zutraulichen Tiere gingen immer wieder in das Häuschen auf Erkundungstour. Während des Essens hatten wir einen Eindringling übersehen, und als er wieder zufrieden aus dem Chalet gehoppelt kam, war der Frischhaltebeutel vom Toastbrot aufgerissen, und der Inhalt restlos verschwunden.

02. Feb.    Rottnest Island - Perth

Radtour um die Seen von Rottnest IslandSchweren Herzens packten wir am Morgen unsere Reisetaschen und brachten sie zum nahen Gepäck Pick up. Um 9 Uhr machten wir uns auf zu einer letzen Erkundungstour mit dem Fahrrad. Wir wollten durch die Mitte der Insel an all den Seen zum Pink Lake, welcher aber nicht rosa gefärbt war, wie es der Name vermuten lies. Dafür trafen wir auf eine unerwartet schöne Landschaft, und beinahe Leeren Strassen. Beim Sirius Lake machten wir eine Pause und setzen uns in den Schatten eines Baumes, als aus dem nicht ein Quokka auftauchte und uns keck ansah. Wir suchten uns einen ausgewaschenen Stein, und boten ihm etwas Wasser an, was er dankend annahm. Mit dem Little Armstrong Bay fanden wir eine Traumhafte Schnorchel und Badebucht. Das Wasser war kühl, und die Unterwasserwelt reich besiedelt. So hatte Sascha das vergnügen, und wurde auf seinem Schnorchelgang von einem Manta begleitet, welcher Mystisch durch die See schwebte. Als er derart begeistert zum Ufer zurück kam, konnte sich sogar Christa entschliessen sich ins kalte Nass zu stürzen, und mit den Fischen einige Runden zu Schwimmen. Die Zeit an der Beach verging schnell, vor allem mit dem Wissen dass die der letzte Standbesuch in Australien war. Gegen 14 Uhr fuhren wir zurück zum Thomson Bay und brachten die Miet-Flossen und Fahrräder zurück. Es blieb noch genug Zeit für ein letztes Eis am Strand und einen Spielplatz-Besuch bis unsere Fähre nach Fremantle losfuhr. Um 17 Uhr landeten wir wieder auf dem Festland. Eine Stunde später waren wir bereis in unseren letzen Unterkunft in Australien angekommen, einem Hotel mitten in Perth.

03. Feb.    Perth

PerthNachdem wir am Vorabend eine Ferienbekanntschaft aus Sydney per Zufall wieder getroffen hatten, brachten wir ihr heute unsere Kühlbox und andere Reiseutensilien, die uns die letzen 12 Wochen treu begleitet hatten. Anschliessend machten wir eine Shoppingtour durch Perth und klapperten dabei jeden Souvenir Shop ab, den unseren Weg kreuzte. Und das alles ohne in Kaufrausch zu geraten. Als wie um 16 Uhr ins Hotel zurück kehrten, waren wir alle ziemlich erledigt. Allem Anschein nach war dies der Fahrstuhl ebenfalls. Denn anstatt uns in den 7 Stock zu fahren, fuhr er in den Untergrund und machte keinen Wank mehr. Nach einigen Versuchen das Panel zu betätigen, rief Christa per Lifttelefon um Hilfe. Der freundliche Herr meinte, so kommen sie bitte die Treppe zum ersten Stock hoch, wenn der Lift nicht fährt. Doch dann hat er unsere Lage doch noch kapiert, und kam uns erlösen.

04. Feb.    Perth

come on aussie com on ....... by by du wunderbares Land.Am letzen Tag in Australien gab es für uns beim Shopping keinen Halt mehr. Erst am späteren Nachmittag war packen angesagt. Wir waren echt erstaunt, dass unsere Koffer anscheinend mehr Platz Inhalt hatten, als bei der Hinreise. Nach der unliebsamen Packerei gingen wir zum Nachtessen in die Stadt und fanden ein kleines Restaurant mit einer vielfältigen Speisekarte. Das Essen war perfekt, und der Wein noch viel besser. Nina, die nach dem Essen der Einkaufsstrasse entlang geschlendert war, entdeckte ein Souvenirshop, welcher noch geöffnet hatte. So bekam Nina den Auftrag nach einer Australien Flagge Ausschau zu halten, und uns den Preis bekannt zu geben. Das tat sie auch prompt, und kaufte uns diese auch ganz alleine, worauf sie anschliessend mächtig Stolz war. Anschliessend gingen wir noch einmal zum Swan River, und genossen die Aussicht am Fluss. Als wir nach Mitternacht zurück zum Hotel gingen, waren wir alle recht überdreht, und Nina schwenkte die Australien-Flagge und sang australische Fussball-Lieder. 

05. Feb.    Perth - Hong Kong

Hong Kong heisst das Jahr des Hahn WillkommenSeit wir in Western Australien reisen, war dies der erste Morgen ohne strahlenden Sonnenschein. So fiel uns der Abschied etwas leichter. Planmässig verliessen wir um 9.30 das Hotel, und stiessen an der Zahlstelle vom Parkhaus auf das erste Problem. Der ältere Herr am Schalter wusste nicht wie er mit unserer Eurocard-Notfallkarte umzugehen hatte, und wir hatten kein Bargeld mehr. Satte 30 Minuten mussten wir uns nerven, bis der Herr sich endlich zugestand Hilfe hohlen zu lassen. Am Flughafen wurden wir äusserst freundlich bedient, doch schon beim Check-in kam das nächste Problem. Die Koffer waren bereits auf dem Förderband, als wir an die Treibgasflasche zum Tischgrill im Koffer dachten. Bei der Kontrolle des Handgepäckes wurden wir heute besonders genau inspiziert und mussten alles nochmals auseinander nehmen, das Laptop zeigen, und die Elektronik-Equipment Tasche auseinander nehmen. Da Erschraken wir doch sehr, als wir das Sackmesser von Sascha entdeckten, dass aus Irrtum in diese Tasche geraten war, naja, es wird dann irgendwann für einen guten Zweck versteigert. Im Flugzeug bekamen wir dann jedoch den Aufsteller vom Tag. Zu dritt durften wir uns einen 4-er Sitzplatz gleich hinter der Küche teilen, im Unterhaltungsprogramm liefen deutschsprachige Spielfilme, und unter dem Sitz befand sich ein Poweranschluss um das Laptop zu aktivieren. So lässt es sich leichter fliegen.

06. Feb.    Hong Kong

Chinesische Laternen zum Jahr des HahnWir habe alle ganz toll geschlafen, bis um 11 Uhr die Putztruppe das Zimmer stürmen wollte. Danach haben wir das Gepäck eingestellt, und gingen auf einen Stadtbummel. Da das Chinesische Neujahr in wenigen Tagen Einzug hält, war die Stadt gerammelt voll. Im Kowloon Park war alles prächtig dekoriert mit Blumen, Kinder, Tiere und natürlich dem Chinesischen Glücksdrachen. Die Figuren waren mit Stoff auf Drahtgestelle aufgezogen, und nach dem Eindunkeln waren diese Skulpturen beleuchtet. Um 20 Uhr fuhren wir dann mit dem Airport Express in Richtung Flughafen. Als wir kurz vor 21 h dort ankamen, hatten wir noch massenhaft Zeit bis zum Abflug. So gingen wir in ein Japanisches Restaurant und assen uns einmal durch die Vorspeisekarte. Es war so lecker, dass wir beinahe die Zeit vergessen hatten. So mussten wir am Ende uns richtig beeilen, um den Abflug um 23.55 zu erreichen. Der 13 Sündige Flug nach London war angenehm. Nina hat die Flugdauer ganz leicht über sich ergehen lassen, und hat auch lange geschlafen.

07. Feb.   Hong Kong -  London - Zürich

Der Briefkasten war voll.Um 4.15 Uhr Ortszeit landeten wir in London, und nach dem kurzen Wechsel in ein anderes Terminal flogen wir um 7.15 los zu unserem Endziel. Nina war total aus dem Häuschen, dass es jetzt nach Hause geht. Um 10.10 h landeten wir dann in Zürich, und wurden von einigen lieben Freunden erwartet und wurden sogar mit einem Korb mit Käse, Servelat und Brot beschenkt. Zu Hause angekommen spielten sich Nina mit ihren beiden Cousins gleich warm, und konnten das Spiel kaum mehr beenden. Die Wohnung war uns noch recht fremd, die Zimmer wirken so gross. Auch unser lieber Kater ist gewaltig gewachsen, zumindest in die breite.

Wir brauchen nun erst noch ein paar Tage, um uns wieder richtig einzuleben, den Klimaschock zu verarbeiten, und die Verkehrsrichtung wieder in den Griff zu bekommen.