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24. Jan.
Perth (Swan Valley)
Grosseinkauf
war angesagt. Anfangs war Nina nicht sehr begeistert, wollte sie doch
gleich nach dem Frühstück zum "Schnorcheln" gehen. So setzen wir uns
gemeinsam an den Morgentisch, und machten zwei Einkauflisten. Die eine
für Mami und Papi, die andere für Nina, mit Bildern versehen und
Stückangaben. Mit dem Zettel in der Hand, und etwas Stolz im Gesicht
geschrieben, fuhren wir dann zum Einkaufszentrum. Nina fand dann auch
alle Gegenstände, die wir ihr aufgetragen hatten, und schob diesen
übergrossen Aussie-Wagen sicher durch die Gänge. Da wir mal genügend
Zeit hatten uns in Ruhe umzusehen, machten wir Grosseinkauf in der
Frisch-Fisch Abteilung. Am Ende hatten wir jedoch zwei gefüllte
Einkaufswagen, und brachten den Inhalt dann nur mit Mühe in den leeren
Kühlschrank. Mittlerweilen war es Mittag, und höchste Zeit für einen
Tauchgang im Pool.
25. Jan.
Perth (Swan Valley)
The
Maze und Koala, das ist eine ruhige, und Interessante Irrgarten-Anlage
30 Min. von Perth entfernt. Gleich zu Beginn widmeten wir uns dem
grössten Labyrinth. Das 50x50 m grosse Feld war schwieriger zu
durchqueren, als es von aussen den Anschein machte. Nicht selten nahm
Sascha Nina auf die Schulter, um sich ein Bild über die Lage des
nächsten Checkpoints zu machen, wovon es fünf Stück gab. Wir fanden
alle Posten innert 30 Min, nur den Ausgang konnten wir nicht mehr
finden. Die Mittagssonne machte diese Übung nicht einfacher. Nach
weiteren 20 Minuten herumirren, entschlossen wir uns einen der
Notausgänge zu nehmen, und landeten somit 5 Meter neben dem Exit im
des Labyrinthes. Nach einer kleinen Verschnaufpause
besuchten wir die grosszügigen Kangaroo und Kakadu Gehänge, bevor wir
uns drei weiteren Irrgärten widmeten. Zwei davon waren Pinienwälder
und ein weiteres ein Heckenlabyrinth. Die Pinienwälder hatten es in
sich, denn einerseits sieht man immerzu dien Waldrand, aber die nur
sehr schmalen Lücken zwischen den Stämmen, die einen Durchgang
ermöglichten, waren kaum zu entdecken. Dafür hatten wir genügend
frische Luft, und eine wunderbare Ruhe im Wald. Nach einer Runde
Minigolf war es Zeit für einen Lunch in auf der BBQ Wiese. Wir setzten
uns in die Wiese und assen erst etwas. Später begannen wir mit den
Gumtree Nuts von unserem Schattenspendenden Baum zu spielen. Erst stülpten wir uns die
dürren Hüllen über die Finger, so als hätten wir diese gequetscht, dann
begannen wir und Puppen zu gestalten mit allem, was wir in der Wiese
herumliegen sahen. Bald hatten wir eine kleine
Wichtelbande zusammen, und suchten
ihnen einen schönen Platz unter einen grossen Baum. Vor lauter
"basteln" verpassten wir den Zugang zu den Koala, und so entschlossen
wir und zu einem Nachmittagsbad auf dem Camping. Wir waren alleine im
Pool, und so wurde endlos geplanscht, gesprungen, getaucht, und
gealbert. Unsere Lachmuskeln wurden dabei arg beansprucht.
26. Jan.
Australia Day Perth (Swan Valley)
Wir
gingen den Tag ruhig an, genossen die Ruhe auf dem Camping, machten
eine kurze Tour durch das Swanvalley und erfrischten uns im Pool. Um 17
Uhr parkten wir unser Auto auf dem nahem Bahnhof und fuhren per Zug
die 20 km nach Perth. Von Station zu Station stiegen mehr Fahrgäste
zu, und die Mehrheit war in irgendeiner Form mit einer Australien
Flagge geschmückt. Auch wir passten mit unseren Aussie Kappen und Nina
mit ihrem Australia Day Tatoo ganz gut ins Bild. In Perth angekommen,
mussten wir nicht lange studieren, wo es nun zum Feuerwerk geht,
einfach der Menschenmasse folgen. Da die Strassen um das Festgelände
alle gesperrt waren, kamen wir ganz gut voran. Bald fanden wir ein
Plätzchen im Park direkt an Swan River mit guter Sicht auf die drei
Abschussponton. Immer wieder tauchten am Himmel Flugzeuge auf, die
ihre Flugkünste demonstrierten, Löschhelikopter zeigten wie sie Wasser
aufnehmen und wieder abwerfen, und Speedboote donnerten über den
Fluss. So verging die Zeit wie im Fluge. Nachdem farbenprächtigern
Sonnenuntergang konnte das Feuerwerk schliesslich starten. Mittels
mitgebrachten Radios wurde der Abend auf einer speziellen Frequenz
musikalisch begleitet. So ertönte um punkt 20 Uhr die Nationalhymne,
und die Australier sangen lauthals mit. Nina, die am Nachmittag noch
nicht glauben wollte, dass so kurz nach Silvester schon wieder ein
grosses Feuerwerk stattfinden soll, wurde in den nächsten 30 Minuten
eines besseren belehrt. Synchron zu der Musik wurde das Feuerspektakel
von den drei Schiffen und den Wolkenkratzer der Skyline abgefeuert.
Auch wir müssen zugeben, dass wir überwältigt waren von der
Darbietung, die unserer Meinung nach sogar das Silvester Feuerwerk von
Sydney in den Schatten stellte. Kaum war die letzte Feuerwerksrakete
am Himmel erloschen, bewegte sich die Massen zurück in Richtung
Innenstadt. Fröhlich, ausgelassen und sehr laut bewegte sich der
Menschenstrom durch die grossen Strassen und legten den ganzen Verkehr
lahm. Wieder zurück auf dem Camping sahen wir einen Beitrag über die
verschiedenen Feiern zum Australia Day im ganzen Lande. In diesem Zuge
erfuhren wir, dass Perth in diesem Jahr das grösste Feuerspektakel
präsentierte, und wir konnten das ganze Feuerwerk nochmals am
Fernseher mitverfolgen, diesmal von der gegenüberliegenden Flussseite.
27. Jan.
Perth (Swan Valley)
Ein
richtig toller Tag um nichts zu tun, herumalbern und geniessen. Erst
am späten Vormittag machten wir einen leckeren Brunch vor unserem
Cabin. Als wir in den Nachrichten einen Bericht über den harten
Wintereinbruch in der Heimat sahen, wussten wir dass es höchste Zeit
war zum Swimming Pool zu pilgern, und noch soviel wärme auftanken, wie
möglich. Wir werden viele guten Eigenschaften von diesem grossen roten
Kontinenten vermissen. Die vielen Vogelstimmen, die bunte Tierwelt auf
die man trifft, die weiten Sandstrände und allem vorab das geniale
Klima. Doch wir freuen uns schon heute auf ein richtiges Stück Brot,
Schweizer Käse und dazu eine Servelat.
28. Jan.
Perth (Swan Valley) - Perth (Fremantle)
Auf
der Umzugsstrecke nach Fremantle hatten wir ein bisher unbekanntes
Problem. Wenn man um 10 Uhr auschecken muss, und rund 40 km später
erst um 14 Uhr Einchecken kann, braucht man ein Lückenfüllendes
Programm. Das fanden wir in Form eines kleinen Tierparks nahe bei
Fremantle. Neben der Australischer Tierwelt gab es hier einige Tiere,
die wir so nah noch nie zu Gesicht bekamen. Neben den Emus, Kangaroos
und Pfauen liefen hier auch Lamas im Park frei umher. Vor allem die
Lamas und ihre Verwandten waren recht aufdringliche Futterbeter. Die
zahlreichen Pfaue liessen überall ihre schmucken Federn fallen, und
wir sammelten uns so einen bunten Strauss voller Pfauenfedern. Den
neuen Camping erreichten wir an frühen Nachmittag, und machten gleich
einen Spatziergang zur Beach. Nina wollte erst gar nicht mit, das Pool
erschien ihr viel verlockernder. Doch dann war sie hell begeistert,
was man im Meer alles finden kann, mit Schnorchel und Brille
ausgestattet. Schliesslich mussten wir sie überreden das Meer zu
verlassen, und dafür das Pool noch zu testen.
29. Jan.
Perth (Fremantle)
Und
wieder ein Tag, an dem das Wolkenzählen unmöglich war, da diese
einfach nicht vorhanden waren. Gleich nach dem Duschen zogen wir die
Badesachen an, und setzten uns ans Pool. Wir machten Kreuzworträtsel
und genossen die wärme, als es plötzlich hektisch wurde. Laute
Spieluhr-Musik aus den Boxen des Eismannes, der seine Runde durch den
Camping zog. Also eilte Christa in die Cabin, und das nötige Kleingeld
zu hohlen, und Sascha und Nina sprangen zum Eiswagen. Nach einer
weiteren Poolstunde wechselten wir das Gewässer, und spazierten zum
nahen Strand. Schan bald waren wir alle am buddeln. Vergeblich
versuchten wir einen Schutzdamm vor der Flut zu erstellen, aber das
Meer hat gesiegt, und wir beschlossen doch noch etwas zu baden. Auf
dem nahen Jetty sassen viele Freizeit Fischer und versuchten ihr
Glück. Plötzlich kamen immer mehr festlich gekleidete Menschen über
das Jetti spaziert, und versammelten sich am Ende des Steges. Wie wir
vermuteten kam bald darauf ein Brautpaar der Gruppe hinterher. Auf dem
Steg wurde ein Hochzeit abgehalten. Während einem Gespräch mit einem
der Fischer wurden wir gefragt wie lange wir noch in Australien
blieben, und wir erklärten, dass wir in einer Woche zurück in die
Schweiz reisen. Da meinte er mit Bayrischem Akzent :"Jo seids ihr dann
verrückt, in diese Saukälte wollt ihr zurück gehen?". Wir waren
sichtlich überrascht, und so erklärte er uns, er sei vor 20 Jahren von
München nach Australien ausgewandert, und für ihn gebe es keinen Grund
mehr in solch ein kaltes Land zurück zu kehren. Wir können ihn ganz
gut verstehen, und würden es ihm gerne gleich tun, zumindest bis sie
wärmenden Sonnenstrahlen im Frühjahr wieder Einzug halten.
30. Jan.
Perth (Fremantle) - Rottnest Island
Für
den Aufenthalt auf Rottnest Island haben wir uns im Supermarkt mit
Getränken und Lebensmitteln eingedeckt. Anschliessend parkten wir
unser Auto nah der Ferry Station in Fremantle. In der Markthalle
neben dem Ferry Terminal vertrieben wir uns die Zeit bis um 14 Uhr
unser Boot ablegte. Nach 25 Minuten Fahrzeit, bei starkem Seegang,
landeten wir auf Rottnest Island. Buntes Treiben, ein schöner
Rundblick und gute Live Musik aus einem Pub hiessen uns gleich
willkommen auf der Insel. Leider hatten wir nach dem Check in den
Delivery Service verpasst, und mussten unser Gepäck selber zu unserem
Chalet schleppen. Schon auf dem Weg zum Caroline Thomson Camp, wo
unsere Unterkunft stand, trafen wir auf den ersten Quokka. Quokkas
gehören der Familie der Wallabies an, Sie werden bis zu 35 cm gross
und ähneln einer überdimensionalen Ratte. So kam die Insel auch zu
ihrem Name, als die ersten holländischen Seefahrer auf der Insel
landeten, hielten sie die Quokkas für grosse Ratten und nannten die
Insel Rodnest (Ratten Nest). Nur die Badeanzüge wurden ausgepackt, und
es ging los zum Pinky Beach und wir machten alle unseren ersten
Schnorchelgang. Das Wasser war klar, und bot uns eine vielzahl von
Fischen zum bestaunen an. Als wir nach dem Nachtessen zu einem Drink
in ein Restaurant gingen, konnte sich Nina kaum beruhigen, weil sie
immer wieder putzige "hobbelies" sah, wie wir die kleinen Beuteltiere
indessen infolge ihrer Gangart nannten. " Lueg Mami da sind zwoi, und
det hät's grad drü hoppelis ...... und dete ........"
zur 13. Ferienwoche
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