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13. Dez.
Ballina
An
diesem Morgen durfte Mami wieder einmal nach Herzenslust ausschlafen.
Papi und Nina sind schon um 7 Uhr zum Swimmingpool, und haben sich für
1 1/2 Stunden ausgelassen im Pool ausgetobt. Danach zogen wir bekackt
mit Pfannen, Kochlöffel und Milchkannen zum Strand um dort im Sand zu
worken. Zuerst wollten wie eine grosse Sandburg erbauen, doch daraus
ergab sich am Ende ein 1.90 Meter tiefes Loch, indem wir alle bequem
stehen konnten. Wir haben uns gegenseitig eingegraben, und haben
anschliessend die kühlende Frische des Meeres genossen. Wir hatten
einen Riesenspass! Am Abend haben wir wieder den Sonnenuntergang
beobachtet, und Nina hat währenddessen viele
Kunstwerke in den Sand gezeichnet,
der nach einer vorhergegangenen kurzen Regenschauer noch ganz feucht
war.
14. Dez. Ballina
Nach
dem aktiven Strandtag des Vortages, machten wir heute einen
gemütlichen Pooltag. Bereits um 9 Uhr (oder doch 10h) planschten wir
im Pol herum, und nur mit grosser Mühe konnten wir Nina zu kleineren
Badepausen bewegen. Heute stand Tauchen auf dem Programm. Als Christa
kurz nach 17.30h einkaufen wollte, waren alle Geschäfte schon
geschlossen, dabei sollten die doch bis 18h geöffnet sein?! Nach dem
Nachtessen in unserem Campinghäuschen wollten wir um 20.20h ein Abschluss Bad
machen, das Pool sollte bis 21h geöffnet sein. Doch dem war nicht so,
die Türe zum Pool wurde genau zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Auf
der Uhr in der Campingküche sahen wir dann dass die Zeit zu der auf der Armbanduhr variierte. Da kam uns endlich die
Erleuchtung. Wir sind vor drei Tage über die Staatengrenze von
Queensland nach New South Wales gefahren, und haben es versäumt die
Uhr um 1 Stunde vorzustellen. Um uns doch noch etwas vom heissen Tag
abzukühlen fuhren wir stattdessen zum Strand, hörten dem tosen der
Wellen zu und bestaunten die hell leuchtenden Sterne.
15. Dez.
Ballina - Maclean - Woolgoolga
Nach dem Packen
fuhren wir erst mal zum Internet Cafe, welches Nina neulich beim
Einkaufen entdeckt hatte. Da dieses mal wieder in einer Eisdiele
verpackt war, hat Nina indessen grosse Freude am uploaden der
Homepage. Danach fuhren wir in Richtung Grafton. In Maclean machten
wir einen Lunchbreak am Fluss. Nach der Mittagspause auf der
Weiterfahrt hat Sascha dann plötzlich Delphine im Fluss gesichtet.
Natürlich haben wir sofort angehalten, und die drei Delphine noch
lange verfolgt auf ihrem Weg Flussaufwärts. Während der Weiterfahrt
haben wir uns dann auf einen Campingplatz aus unserem neuen
Reiseführer entschieden und per Handy ein Cabin gebucht. Kurz vor 16
Uhr erreichten wir dann den Campingplatz in
Woolgoolga, und waren hell begeistert von
der grosszügigen Küche. Nach der Campingbesichtigung hat Sascha denn
seine Familie bekocht, und so freuen wir uns auf die nächsten zwei
Tage im entzückenden Woolgoolga mit seinen wunderschönen Stränden.
16. Dez.
Woolgoolga - Coffs Harbour -
Woolgoolga
Etwas
verschlafen machten wir uns auf den Weg nach Coffs Harbour, auf dem
Weg säumten unzählige Bananen Plantagen die Strassen. So lag es dann
auch nahe, dass wir als erstes einen Besuch bei "Big Banana" planten.
Hier konnte man mit einem kleinen Zug durch die Bananenplantage fahren
und dabei etwas mehr über den Anbau der Frucht und deren Bedeutung für
die Region erfahren. Vom Gipfel der Plantage hat man einen wunderbaren
Überblick auf Coffs Harbour und die unendliche Weite des Pazifik.
Unser Interesse wurde allerdings sehr schnell auf die anderen
Attraktionen gelenkt. Am Gegenhang hat man eine Sommer Bobbahn
errichtet, und diese musste von uns natürlich getestet werden. Obwohl
die Bobbahn etwas kurz war, reichte es aus, dass Sascha und Nina es
schafften den Schlitten aus der Bahn zu werfen. Die restlichen Fahrten
wurden dann etwas ruhiger angegangen. Nina die jetzt auf den Geschmack
gekommen war, erinnerte sich daran das sie doch richtig im Schnee
schlitteln wollte, und zwar noch dieses Jahr. 200m neben der Bobbahn
haben die Crazy Aussis doch tatsächlich eine Indoor Skihalle erbaut.
Wir trauten unseren Augen nicht, aber als wir die Halle betraten und
uns ungewohnt eisige Luft entgegenschlug, waren die letzten Zweifel
weg. Für 15 Dollar die halbe Stunde, sieht man hier Gross und Klein
einen etwa 30m langen Hang hinunter rutschen auf einem Gummiring, so
wie man ihn vom Alpamare her kennt. So sah man gestandene Familien
Väter mit funkelnden Augen, wie Kinder vor dem Weihnachtsbaum, die das
erste mal in ihrem Leben in Kontakt mit Schnee kamen. Kinder dürften
erst mit sieben Jahre alleine rutschen. Da Nina aber schon jahrelange
Erfahrung im Umgang mit dem kalten Element besitzt, drückte man ein
Auge zu und liess sie auch alleine fahren. Nach ein paar Fahrten
meinte sie schliesslich " Papi das isch aber scho chli en Bubibahn."
Nach dem kurzen Ausflug in die heimatlichen Temperaturen besuchten wir
den Botanischen Garten von Coffs Harbour. Nach einem zwei stündigen
Spaziergang durch die Botanik aller Erdteile, wechselten wir die
Location. Am Yachthafen beobachteten wir die Fischerboote die die
letzten Vorbereitungen trafen vor dem auslaufen. Auf der Heimfahrt
schlief Nina, um ihre leeren Batterien zu laden, schliesslich
war man noch nicht im Pool und da muss man doch Fit sein.
17. Dez.
Woolgoolga -
Woolgoolga Creek -Woolgoolga
Nach
dem Frühstück legte Christa eine Telefonsession ein und buchte die
nächsten Unterkünfte. Da die Schulferien angefangen haben war dies
nicht ganz einfach, öffters hörte sie am anderen Ende:" Sorry but we
are booktout." Umso glücklicher war Christa dann eine Stunde später,
als sie alles unter Dach und Fach hatte. Nun war es an der Zeit die
tolle Beach zu erkunden, die nur 300m vor unserem Cabin liegt. Die
Wellen hatten eine angenehme Höhe und das klare türkisfarbene Wasser
schien auch wieder etwas wärmer zu sein als in Ballina. Während Nina
pausenlos hinter den Wellen herjagte oder sich jagen lies, gönnten
sich die Grossen ein gemütliches Sonnenbad. Als sich der kleine Hunger
meldete liefen wir gemütlich der Beach entlang ins Zentrum von
Woolgoolga, und beschlossen an einem der BBQ -Grills Würstchen für Hot
Dogs zu braten. Das dieser Grill der wohl langsamste von ganz
Australien war merkten wir erst später. Mit Hilfe der Sonne und einer
guten Lupe wären wir genau so schnell gewesen, und das alles mit einem
hungrigen Kind im Nacken. Nina verkürzte die Wartezeit auf die Würste,
indem sie schnell ein Glas Gürkchen mit Toastbrot futterte.
Auf dem Weg zurück zum Camping wollte Sascha noch den indischen Tempel
fotografieren, den wir tags zuvor entdeckten.
Woolgoolga wurde im frühen 18ten
Jahrhundert von indischen Imigranten gegründet und noch heute
sieht man dem Ort an zahlreichen Gebäuden die Herkunft seiner Gründer
an. Beim fotografieren fiel uns dann ein Wegweisser auf, der in
Richtung
Woolgoolga Creek wies. Da dieser auf
einem braunen Schild war, wie alle Sehenswürdigkeiten in Australien,
folgten wir ihm und trafen ca. 6km später auf einen kleinen einsamen
Pick Nick Platz. Wir spazierten schliesslich einem kleinen Weg entlang
immer weiter und weiter in den Urwald hinein. Begleitet von diversen
Vogelstimmen und Grillen Geräuschen, fühlten wir uns schon bald wie
die ersten Entdecker Australiens.
Zurück aus dem Urwald sahen wir einem alten Farmer zu, der mit seinen
zwei Hirtenhunde, eine Kuhherde zu einer anderen Weide trieb. Bei
einem längeren Gespräch erklärte und demonstrierte er uns wie ein
Hirtenhund ausgebildet wird, und dass er nur eine ganz kleine Farm hat
(2000 ha). Weiter schimpfte er über das australische Parlament, dass
ja gar keine Ahnung hat und noch nie ausserhalb des Büros oder
geschweige denn auf dem Land gewesen sei und ihn in Ruhe lasen soll.
Er erzählte uns von einem Schweizer der bei ihm vor langer Zeit auf
Besuch war und meinte:" Bei euch muss immer alles Profit bringen oder
in alle Ewigkeit halten (Schweizer bauen Häuser die mindestens 300
Jahre halten), ihr solltet etwas mehr geniessen und Freude am Leben
und an der Natur haben."
18. Dez.
Woolgoolga -
Sawtell - South West Rocks - Kempsey
Pünktlich
um 10.00 gaben wir die Schlüssel zu unserem Cabin ab und nach einem
letzten Blick auf
Woolgoolga ging unsere Reise weiter. Durch die
Bananenplantagen von Coffs Harbour, welches übrigens auch Banana City
genannt wird, gelangten wir schon bald nach Sawtell. Hier wollten wir
eigentlich ein kleiner Märchenpark besuchen, aber aus unerklärlichen
Gründen war dieser wie vom Erdboden verschluckt und nicht auffindbar.
Wir beschlossen uns spontan zu einem Besuch auf einer Kiwi Farm die in
der Nähe sein sollte. Fünf Minuten später fanden wir diese zwar, aber
auch hier hatten wir wenig Erfolg. Besuche seien nur auf Voranmeldung
erwünscht hiess es auf einem Schild vor der verwaisten Farm. Das Glück
schien uns in Sawtell nicht gerade hold zu sein und so zogen wir
unverrichteter Dinge weiter nach South West Rocks. Wir fanden ein
kleines idyllisches 3990 Seelen Städtchen vor mit einem
einladenden Beach Park. Nach einem kurzen Spaziergang besorgten wir
uns im nahen Supermarkt etwas zum grillen und fuhren zum
Ende der Beach wo es neben einem Zeltplatz auch ein grosszügiges
Picknick Areal gab. Zu unserem erstaunen fanden wir alles Holz
Feuerstellen vor, und keine dieser so praktischen Gas BBQ's, wo man
nur schnell den Knopf drückt und los geht's. Wir wollten schon zurück
ins Zentrum, wo wir solche gesichtet hatten, als Christa plötzlich
lachte und meinte:" Man! Wir sind ja schon doof, im Kofferraum haben
wir doch unser Gasrechaud was suchen wir denn noch lange!" Nach dem
Essen besuchten wir Trial Bay Gaol, das ist ein Gefängnis das 1886
erbaut wurde. Für die 150 Straftäter war South West Rocks wohl alles
andere als idyllisch, den statt baden und surfen, mussten sie bei
Wasser und Brot den ganzen Tag Granitblöcke klopfen die für den Bau
von Häuser gebraucht wurden. Zwei Puppen zeigen den Alltag in den
winzigen Zellen. Da eine davon nicht richtig verschlossen war mussten
Christa und Nina für ein Foto " id Chischte", als dann Sascha anfing
mit dem unverschlossenen Vorhängeschloss zu hantieren wurden die
Frauen recht nervös und wollten schnell wieder raus.
Nun war es an der Zeit weiter zu fahren nach Kempsey und unser
Nachtlager zu beziehen. Auf dem anschliessenden Erkundungsgang um den
Zeltplatz sahen wir einen Kakadu der immerzu lautstark nach Cookies
verlangte und auf der nahen Waldlichtung entdeckten wir zwei Kängurus.
Wir fanden Ameisen die fast 3 cm lang waren und auf unserer Veranda
konnten wir einer fetten Spinne, von der wir nicht sicher sind ob sie
giftig ist, beim bau ihres Netzes zusehen.
19. Dez.
Kempsey - Hat Head National Park - South West Rocks - Kempsey
Wir fuhren in den
Hat Head National Park, der sich der Küste entlang von Hat Head bis
South West Rocks erstreckt. Die
Sanddünen darin gelten als die grössten von NSW. Unser Ziel im Park
war die Smoky Cape Lightstation, dessen Leuchtturm am 15. April 1891
seinen Dienst aufnahm. 128m über Meereshöhe steht der 17m hohe Turm
und sein Lichtkegel ist bei klarer Sicht 52 km weit sichtbar. Seit
1962 sorgt Elektrizität für die Lichtquelle und verdrängte damit das
Kerosinlicht, der Rest der Lampe und die Linse sind indes immer noch
im Orginalzustand. Der zum Bau benötigte Granit wurde von Häftlingen
auf Trial Bay Gaol geschlagen, die ganze Bauzeit der Station betrug 28
Jahre und kostete 16800£.
Vom Leuchtturm aus genossen wir eine tolle Fernsicht über den
Nationalpark. Danach fuhren die Frauen mit dem Auto ins Zentrum von
South West Rocks, während Sascha einen Bewegungsdrang verspürte und
die 12km durch den Wald und entlang der Beach auf Schusters Rappen
zurücklegte. Das anschliessende Bad zwischen den Felsbrocken am
Strand, retteten ihn zwar nicht vor einem kleineren Muskelkater, tat
aber herrlich gut. Zurück auf dem Camping genoss Christa das Kochen
unter Freiem Himmel in der Buschküche und meinte: "Es gibt nichs
schöneres, als kochen in der freien Natur, umgeben von so vielen
Vogelstimmen."
zur 7. Ferienwoche
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