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6. Dez.
Bundaberg - Maryborough - Tin Can Bay
Am Morgen fuhren
wir ein letztes mal ins Stadtzentrum von Bundaberg und flanierten
durch die Einkaufsstrassen. Nachdem wir die letzten Besorgungen
getätigt hatten, ging unsere Reise weiter. In Richtung Süden folgten
wir dem Bruce Highway bis nach Maryborough welches wir zuerst umfahren
wollten. Doch ein kleiner Hunger trieb uns in die Stadt und als wir
die vielen alten, wunderschönen Gebäude und Kirchen im Zentrum
erblickten, hätten wir fast vergessen was zu essen. Wohl gesättigt
nahmen wir den Rest der Etappe unter die Räder und folgten dem Tourist
Drive nach Tin Can Bay. Da wir Tage zuvor gelesen hatten, dass hier
Delphine bis ans Land kommen und sich füttern lassen, hatten wir eher
ein Touristenort erwartet, fanden aber ein kleines verschlafenes Nest
vor. Als wir an der Beach standen, auf das herrlich klare, seichte
Wasser blickten und ausser einigen Pelikanen niemanden sahen, getrauten wir uns fast nicht hinein. Wir waren nun
schon an diversen Stränden und immer war etwas auf das man achten
musste, häufig waren es die Quallen, dann gab es Krokodiele,
oder gar Wasserschlangen und in Town of 1770 warnte man uns vor dem Stonefish.
Hier schien alles perfekt, oder doch nicht ? Wir wollten auf Nummer
sicher gehen und machten uns bei der Bootsvermietung schlau. Man versicherte uns das wir hier getrost überall baden
könnten es gäbe nichts von all dem eben erwähnten. Weiter sagte man
uns
"Ab und zu sieht man einen Hai aber mit denen hatten wir noch nie
Probleme.
Na dann viel Spass, dachten wir uns und stützten uns ins Wasser;
Flipper wird uns dann schon retten.
7. Dez.
Tin Can Bay ( Dolphin feeding , Bootsausflug )
Früh
am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Strand von Tin Can Bay, und
die Delphine zu beobachten, die hier jeden morgen an Ufernähe
heranschwimmen. Als hätten Sie genau auf uns gewartet, kamen zwei
Tiere angeschwommen, als wir uns zu einem Duzend anderen
Delfinfreunde, bis auf Knietiefe ins Wasser gesellten. Ein Delphinen
blieb etwas im Hintergrund der andere kam bis auf wenige Meter zu uns
geschwommen, drehte dann wieder seine Kreise und beobachtete die
Besucher im Wasser. Um 8 Uhr bekamen wir Instruktionen wie wir uns
verhalten müssen, wenn wir den Delphin füttern wollten. Die Hände
mussten in sterilen Wasser gewaschen werden, und dann konnten wir für
je 4 Aus$ eine Kanne mit zwei Fischen kaufen. Jeder von uns bekam eine
Kanne, und schon bald kam der Delphin angeschwommen, und nahm ganz
sanft den Fisch, den wir an der Flosse ins Meer gehalten hatten. Nina
strahlte über das ganze Gesicht, trotz Regen, welcher kurz vor 8 Uhr
eingesetzt hatte. Auch wir Erwachsenen waren einfach fasziniert, einen
frei lebenden Delphin derart nah erleben zu dürfen.
Den
am Vortag geplanten Bootsausflug haben wir infolge andauerndem starkem
Regen vorerst über Bord geworfen, und uns ins Hotel zum Frühstück
zurück gezogen. Gesättigt spielten wir ein paar Runden Karten auf dem
Hotelzimmer. Beim Kaffeebreak sahen wir plötzlich die Sonne auf der
Terrasse strahlen, und so wurde der Rucksack ganz flink wieder
bepackt, und 30 Minuten später starteten wir den Bootsausflug doch
noch. Mit einem 4-Plätzigen Motorboot fuhren wir der einsamen Küste
entlang, und machten im seichten Wasser einen Badestopp. Drei ein halb
Stunden vergingen wie im Fluge, und dann liessen wir den Tag beim BBQ
neben einem grossen Spielplatz ausklingen.
8. Dez.
Tin Can Bay - Brisbane ( Beenligh )
Wieder
standen wir in aller Frühe auf, denn wir wollten noch einmal zum
Jachthafen fahren und die Delphin Fütterung miterleben. Um 9.00 fuhren
wir schliesslich los Richtung Brisbane. Die ersten 60 Km bis Gympie
kamen wir ganz flott voran, aber kurz danach entleerten sich die immer
dunkler gewordenen Wolken in einem gewaltigen Wolkenbruch über uns,
eine weiterfahrt war schlicht unmöglich und so verwandelte sich
der Highway zu einem temporären Parkplatz. 20 Minuten später
setzten sich dann Auto um Auto wieder langsam in Bewegung. Ca. 80km
vor Brisbane machten wir dann einen Stopp im etwas skurrilen
Ettamogah Pub und stärkten uns für die weiterfahrt.
Wir hielten gerade vor einem Rotlicht und warteten auf Grün als
wir plötzlich ein langes Quietschen hörten. Es war das Quietschen,
dass jeder kennt, wenn man es hört scheint es endlos lange und
man wartet immer zu auf den Knall. Ja, es knallte dann
schliesslich auch und wir standen mit unserm Wagen schon bald mitten
auf der Kreuzung. Nachdem klar war das niemand verletzt worden war
machten wir uns auf den weg um den Wagen zu tauschen da der alte ein
kleineres Problem mit dem Kofferraumdeckel hatte. Als wir unser
ganzes Gepäck (von dem wir viel zu viel haben) umgeladen hatten,
meinte Nina " Das isch denn aber praktisch, jetzt hämmer wieder es
Suubers Auto."
Da uns diese Autopackerei ca. zwei Stunden im Zeitplan nach Hinten
geworfen hatten, landeten wir erst gegen 16 h im Zentrum von Brisbane.
Leider waren das genau die 2h in denen anscheinend alle unsere
herausgesuchten Unterkünfte bereits vergeben wurden. So beschlossen
wir der Stadt den Rücken zu kehren, und uns wieder den kleineren
Städtchen zu widmen. Für den Anfang musste ein Vorort von Brisbane
hinhalten, uns so fanden wir in Beenligh ein schönes Motel. Da dieses
Motel nicht gerade an der Hauptverkehrsachse lag, fragen wir einen
freundlichen, rundlichen Mann mit weissen Bart um seine Hilfe. Sehr
freundlich beschrieb er uns den Weg, wünschte uns eine schöne
Weihnachtsfeier, und fügte an, dass er ein wahrer Helfer von Santa
Claus sei, einer der Elfen, und winkte Nina fröhlich zu.
09. Dez.
Brisbane ( Beenligh ) - Surfers Paradiese - Mermaid Beach
Eigentlich
wollten wir zuerst einige Tage in Brisbane verweilen, doch nach der
Ankunft war uns diese Stadt gleich viel zu hektisch, zu laut und zu
goss erschienen, und so entschieden wir uns für die weiterfahrt. So
fuhren wir dem Pacific Highway nach Surfers Paradiese entlang. Während
der Fahrt haben wir aus einem Motelführer preiswerte Motels
herausgesucht, und gleich der erste Versuch war ein Toperfolg. Das
günstigste Motelzimmer bislang, mit den meisten Facillities überhaupt.
Nach der Ankunft fuhren wir zum Shopping Center um etwas den
Kühlsachrank wie auch unsere Mägen zu füttern. Wir haben tolles Sushi
genossen, bis wir richtig satt waren. Plötzlich sah Nina Santa Claus
in einem der Restaurants hineingehen. Und wenig später entdeckten wir
sein Haus im Shopping Center. Als Santa dann wieder von seinem Mittag
zurück kam, durfte auch Nina zu ihm in sein Häuschen zu einem Besuch.
Zum Abschied gab es eine Elfenmütze und einen Lolly. Nina hat
gestrahlt, und Santa Claus noch lange nach gewunken.
Gestärkt gingen wir an Strand, um die hohen Wellen zu bewundern.
Obwohl es heute für unsere Bedürfnisse viel zu kalt war (wir hatten nur
noch 24°C, und viel Wind) so konnte Nina doch nichts halten. Sie
rannte eine Stunde lang mit den anbrausenden Wellen um die Wette.
Natürlich war sie nach den ersten drei Wellenbegegnungen plitsch nass,
aber das stört nicht wenn es spass macht.
10. Dez. Mermaid Beach - Surfers Paradiese - Mermaid Beach
Heute morgen
schienen unsere Koffer ausgehungert, dafür war der Wäschesack zum
bersten voll, also machten wir uns nach dem Frühstück erstmal auf zum
nächsten Waschsalon. Zwei Stunden später war es dann aber genug mit
der Arbeit. Trotz den vorhergesagten heftigen Schauern trauten wir uns
zwei Runden Minigolf zu Spielen. Nina, die beim spielen mehr an ein
Hockeyspieler erinnert, schaffte zum Erstaunen der Eltern drei mal ein
"Hohl in One". Pünktlich zum Schluss der zweiten Runde öffneten sich
um 14.00 die Schleusen wieder und wir flüchteten erst mal vor dem
Regen ins trockene zum Mittagessen. Am späteren Nachmittag tauchten
wir dann im
Infinity in Surfers Paradies ab in die Zukunft. Im Spiel mit
Spiegel, Licht und Lasereffekte untermalt mit magischer Musik fühlten
wir uns wie in eine andere Galaxie versetzt. In zahlreichen Räumen
durchliefen wir mal ein Sternenzimmer, dann fanden wir uns in einem
riesigen Kaleidoskop wieder. Und kurz darauf standen wir in einem
Spiegelirrgarten mit tausenden von blinkenden Lichtern, wo wir uns wie
ein einzelnes Bit vorkamen, das durch einen Prozessor schiesst (Alle
die den Film" Tron" kennen, wissen was wir meinen. Den anderen
empfehlen wir ein Besuch von Infinity oder eines Videoverleihs). Auf
dem Heimweg schlenderten wir noch einwenig durch die Shoppingstrassen
und wühlten in Ramschläden, wo alles unter 10 Dollar kostete.
11. Dez. Mermaid Beach
Eigentlich
wollten Christa und Nina am morgen nur ganz flink in ein Shopping
Center, einige Besorgungen tätigen, und so machten wir uns auf zum
Shopping, welches wir am Vorabend bei der Heimfahrt von Surfers
Paradiese gesehen hatten. Das Shopping war jedoch eine halbe Stadt,
diese Dimension hatten wir nicht erwartet. Inmitten der Shoppingstadt
hatte es sogar einen grossen Kinderspielplatz mit Kinderbahnen. Nina
war darüber sehr erfreut, und durfte gleich einige Runden Autofahren.
Als wir dann endlich wieder den Ausweg aus der Shoppingstadt gefunden
hatten, machten wir uns auf den Weg zum Swimmingpool. Zu unseren
Erstaunen schaffte Nina in Pool eine 12 Meter Bahn ohne Schwimmhilfen
und ohne die Sicherheit abstehen zu können. Anschliessend tummelten
wir uns in den grossen Wellen, die teilweise über 2 Meter hoch waren.
Sascha spielte weit draussen mit den Naturgewalten ( Frei nach dem
Motto man kann nicht immer gewinnen und gönnte sich zwischendurch
einen Schluck Salzwasser), während sich die Frauen lieber etwas näher
der Küste aufhielten. Am Abend weihen wir dann unsere neuste
Errungenschaft ein, einen 5 Liter Kochtopf, und machten uns einen
Riesentopf Spaghetti.
12. Dez. Mermaid Beach -
Ballina
Nach einer kurzen
Fahrt durch eine hügelige und ungewohnt grüne Gegend Australiens,
machten wir gegen Mittag halt am North Creek von Ballina. Im seichten
Meeresarm machten wir eine ausgiebige Wanderung in knöcheltiefen
Wasser, von einer Sandbank zur anderen. Wir beobachten ein
Fischerpaar, die mit Hilfe eine Handpumpe kleine Krappen aus dem Sand
zogen, um diese dann beim Fischen als Köder einzusetzen. Während des
anschliessenden Lunches haben wie uns auf einen Campingplatz gleich um
die Ecke entschieden. Kaum hatten wir unsere Cabin bezogen, gingen wir
auch schon den Pool probeschwimmen. Die Wolken wurden immer dunkler,
und es ergoss sich bald ein gewaltiger Regenschauer über uns. Doch was
soll's, wir sangen :" We swimming in the Rain". So hatten wir über
eine Stunde das Pool für uns alleine. Als sich die Sonne dann wieder
zeigte, machten wir einen Spatziergang zum Strand, wo die Wellen noch
gewaltiger waren als in Surfers Paradiese. Der Strand war
Menschenleer, und wunderschön. Und so genossen wir die Aussicht und
die Wellen bis zum Sonnenuntergang.
zur 6. Ferienwoche
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