3. Urlaubswoche

22.Nov.    Townsville

Aquarium von TownsvilleNach dem Frühstück fuhren wir in die Stadt und besuchten das Aquarium von Townsville. In diesem Auquarium können sich die Korallen Fortpflanzen, und so bekommt man einen fantastischen Eindruck von der Unterwasserwelt im Great Barrier Reef. Im Streichelzoo konnten wir Seesterne streicheln, und an den Aquarien waren für Kinder immer wieder Suchaufgaben von Nemo und seinen Unterwasserfreunden zu finden. Als wir uns gegen Ende des Aquarium Besuches dem Einzelaquarium der für Menschen absolut gefährlichen Würfelquallen widmeten, wurden wir gefragt, ob wir für einen Bericht im Townsville Bulletin News Portrait stehen würden. Natürlich erklärten wir uns dafür bereit, und so staunten wir weitere 20 Minuten in des besagte Aquariumbecken und wurden dabei pausenlos abgebildet.
Nach dem Aquariumbesuch schlenderten wir durch die zauberhafte Strandpromenade von Townsville. Nina vergnügte sich auf einem tolle Wasserspielplatz, und wir genossen die Parkanlage in Townsville.

23.Nov.    Townsville

Nina vergnügt sich mit ihrer ersten austrlalischer Freundin.Heute war ein richtiger guter Tag zum Relaxen. Wir haben uns in ein Buch vertieft, und Nina hat ihre erste australische Freundin gefunden. So waren die beiden Girls den halben Tag zusammen auf dem Camping unterwegs, planschten im Swimming Pool oder hüpften auf dem Trampolin, und wir hatten massenhaft freie Zeit. Am Abend genossen Sascha und Christa die frische eines aufkommenden Sturm auf der Terrasse, und bestaunten die Flughunde, welche im Baum neben dem Caravan ihre jungen versorgen, auf welchem am Nachmittag sich noch zig Papageien lauthals mit Futter versorgten.

 

24.Nov.    Townsville - Bowen

Im Billabong Tiepark wird man ein Teil der Australischen Tierwelt.Am Vormittag machten wir einen Besuch im Billabong Sanctury Park. Dieser Tierpark ist eine echte Perle. Wie auch schon vor sieben Jahre, bei unserem ersten Besuch, waren wir alle äusserst begeistert. Die meisten Tiere laufen frei durch das grosszügige Gelänge, und suchen Kontakt, wenn ihnen danach ist. Tiere die Schutz brauchen vom Menschen, oder welche die uns gefährich werden könnten, waren in grosszügigen Gehägen untergebracht. Zudem fanden eine vielzahl von in Gefangenschaft genommene Krokodile hier Unterschlupf, die in ihrer natürlichen Umgebung irgendwie zuviel Troubles verursachten. Das Highlight schlechthin war die Begegnung mit einem Koala, den wir unter Beobachtung eines Pflegers streicheln und auf den Arm nehmen durften.
Am Nachmittag fuhren wir bis nach Bowen, wo wir am Abend am Strand, mit starkem Wind auf Haut und Haar, zeugen eines tollen Sonnenunterganges wurden.

25.Nov.    Bowen - Airlie Beach - ( Airlie Beach - Caves Cove )

Sonnenuntergang in Whitesunday IslandDer weitere Weg führe uns nach Airlie Beach. Hier erfüllte sich Sascha einen Langersehnten Wunsch, und buchte eine Tour mit einem Segelboot um Whitesunday Island. Die Tour startete schon wenige Stunden nach der Buchung. Noch blieb aber genügend Zeit um sich stressfrei eine Unterkunft für die Christa und Nina auf einem Campingplatz nahe des Strandes zu suchen, und einige Einkäufe zu tätige. Pünktlich um 14.30 standen wir am Pier, und Nina stellte 101 Fragen wo denn Papa schlafen würde, wo er essen würde, und wie so ein Segelboot zurück kommt, sollte der Wind aussetzen. Geduldig erklärte Sascha dem Fragemädchen alle Fragen, und machte ihr so den Abschied einfacher.

Als die Segeljacht dann um 15.00 in See stach, winkte Nina noch lange hinterher. Erst war Nina recht durch den Wind, dass Papa so fernab von zu Hause in die "eigenen Ferien" fährt, doch der Mami-Tochter Nachmittag hielt schon bald alle Zweifel zu vergessen. Ohne Stress schlenderten wir beide durch Early Beach und besuchten JEDEN Souvenirladen des Touristenortes, besuchten den Spielplatz und assen etwas im Städtchen. Erst nach eindunkeln kehrten wir auf den Camping zurück, und kuschelten uns in unser gemeinsames Bett.

15.00 startete das Segelabenteuer The Whitsundays Island. Die Apollo, ist eine 20,5m lange Maxi Yacht, welche viele Australia Ozean classics bestritt und die meisten auch gewann, darunter  auch 1985 den Klassiker Sydney - Hobart in einem Fotofinish mit 4 Sekunden Vorsprung nach über vier Tagen auf hoher See. Der etwas verregnete Start drückte nicht auf die gute Laune, hiess es doch schon bald ran an die Geräte und hoch mit den Segeln und die Apollo legte sich in den Wind und nahm volle Fahrt auf entlang Hook Island wo wir später bei Caves Cove vor Anker gingen. Bei einem tollen Sonnenuntergang genossen wir unser Abendessen auf Deck und plauderten unter dem Vollmond weiter bis spät in die Nacht.

26. Nov.     Airlie Beach ( Caves Cove - Mantaray Bay - Hayman Island - Langford Beach - Caves Cove )

Die Apollo und die Condor im Fight um die PolepositionKurz nach dem wir die Segel gehievt hatten und das Boot sich bis zur Reling ins Wasser neigte gab es einen Knall und das "Haedy" (das vordere Segel) sackte zusammen weil ein Seil gerissen war. Die Crew hatte alles in Sekunden im Griff und nach einer Kontrolle des Masts  ging es auch schon weiter zu einem herrlichen Schnorchel Platz. Ich hatte mich gerade in den Quallen Anzug gezwängt und die Flossen angezogen als ich auf dem offenen Meer zwei Delfine entdeckte, ein tolles Erlebnis, das anschliessend von den vielen farbenprächtigen Fischen und Korallen gekrönt wurde.
Am Mittag als wir zu einem weiteren Segel turn aufbrachen geschah es dann. Bei einem unkontrollierten Schritt auf dem schwankenden Schiff riss ich mir einen Zeh auf nach dem ich über den Abfalleimer stolperte. Der Skipper meinte das es nicht gerade toll aussehe und steuerte darauf hin Hayman Island an, ein absolutes Luxus Ressort wo es eine Krankenschwester hatte.
Der Preis pro Nacht von 64'000 $ schlägt hier auch auf die Kosten von Arzneimittel. So verlangten sie für das säubern der Wunde und ein Pflaster satte 485$, die Taxifahrt zurück auf die Apollo welche inzwischen weitergesegelt war zu einem Sandbank, war für 60$ dagegen fast geschenkt.
Wir stachen erneut in See und lieferten uns mit der Condor, auch eine Maxi Yacht von Prosail, ein packendes Rennen bis in den Sonnenuntergang. Die diversen Manöver gingen ganz schön in die Arme und machten auch ganz schön hungrig, das tolle Nachtessen rundete schliesslich diesen etwas turbulenten Tag ab.

Die Frauen auf dem Camping hatten nicht das Prachtwetter wie es um die Inseln auf dem Meer herrschte. Auf dem Weg zum Spielplatz begann ein Nieselregen. Also änderten wir schnell unsere Pläne, stürzten uns in unsere Badekleider und planschten im Pool. Dort störte uns der Regen am wenigsten. Allerdings war das Wasser auch deutlich kühler als an Sonnentagen. Nach einer Stunde Baden waren wir dann so ausgekühlt, dass wir um den Heizstrahler im Caravan froh waren. Also kuschelten wir uns ins Bett, genossen einen Lunch im demselbigen und planten den Nachmittag. Auf dem Stadtbummel am Tag zuvor hatte Nina einen Schmuckladen entdeckt, wo sich jeder aus einer Riesenauswahl an Schmuckperlen aus Kunststoff, Muscheln, Steinen und Keramik seine eigene Kette zusammenstellen konnte. Allein das auswählen war ein Riesenspass. Nach etwas über einer Stunde verliessen wir beide das Geschäft mit einer neuen Kette um den Hals, genau so wie sie uns gefällt.

27. Nov.    Airlie Beach ( Caves Cove - Airlie Beach )

Die Apollo, Siegerinn des Ocean classics Sydney to Hobart 1985Das morgen Schnorcheln liess ich aus, da dies wohl nicht gerade das beste für mein Fuss gewesen wäre. Um 10.00 hiess es ein letztes mal Segel setzten, und sich auf die hohe Kannte setzten oder selber kräftig mitkurbeln. Die etwas höheren Wellen liessen das Boot herrlich auf und ab tanzen und die Gischt peitschte über das ganze Boot, was allerdings nicht alle so genossen wie ich. Daran konnte aber auch der Alkohol der letzten Nacht schuld haben.
In Airlie Beach war dann das Abenteuer Segeln zu ende und ich machte mich auf zum Doktor. Der hatte nicht gerade grosse Freude als er mich begutachtete, der halbe Zeh war eingerissen und musste genäht werden und er verordnete mir zwei Tage Ruhe was für uns heisst das wir nicht weiter fahren konnten. So machten wir uns auf eine neue Bleibe zu suchen. Da wir bis anhin durchwegs positive Erfahrungen mit "Big 4 Holiday Parks" gemacht hatten, und wir seit Townsville auch eine Gratis- Mitgliedschaft hatten welche uns 10% brachte, buchten wir da ein Cabin für die nächsten zwei Tage.


An Land verbrachten wir den Vormittag in der Lagune von Airlie Beach. Ähnlich der Lagune von Cairns, ein künstlich angelegtes Badeparadies mit Kinderspielplätzen, BBQ Arenen und Schattenspendenden Essbereichen. Doch das baden war nur von kurzer Dauer, denn wir hörten von weit her eine Live Band spielen, und wollten die genaue Herkunft diagnostizieren. An der Strandpromenade fanden wir einen Markt, mit Handwerk aus der Gegend, Früchten und Trödler Ständen. Nina war überglücklich, als sie an einem der Marktstände einen Winnie the Phoo fand, den sie aus ihrem Taschengeld bezahlen konnte. Der neue Begleiter wurde dann später am Abend in Caravan gründlich gewaschen, getrocknet und scheint der neue treue Freund von Nina zu werden. Nach dem Marktbesuch fuhren wir zum Shute Harbour um Papa im Empfang zu nehmen. Nina bestaunte mit dem Feldstecher alle einkommenden Boote, bis sie die Apollo in den Haven einfahren sah.

28. Nov.    Airlie Beach

Opossum bättelt auf der Verande um einen Snack.Das tolle an Tagen ohne Fahrtstrecke liegt einfach darin, dass man in aller Ruhe ausschlafen, sich im Bett herumwälzen und gemütlich Frühstücken kann. Genau so sah dieser Morgen aus. Vor Mittag haben Nina und Christa das Ressort Pool begutachtet. Am Nachmittag wollten wir dann Papa die tolle Lagune in Airlie Beacht pressentieren. Nina ist Stundenlang geschwommen und Sascha hat sich in ein tolles Buch vertieft. Nach dem Nachtessen im Caravan besuchte uns ein süsses und absolut unängstliches Opossum. Es bat ein Stück Brot, ja es riss sogar Stücke aus unserer Hand. Dann turnte es noch etwas auf dem Geländer der Veranda umher, und verkroch sich gesättigt auf einem Baum.

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