Australien 4. Ferienwoche '97-98
20.Tag Katoomba - Sydney
Gegen 12 Uhr erreichen wir Sydney. Sascha muss sich fast 2 Stunden durch den fremden Stadtverkehr schlagen, bevor wir im Central Railway Motel für 95 AU$ eine Bleibe für die nächsten sechs Tage finden. Für die Nacht vom 31.12 haben wir noch keine Unterkunft. Die Stadt scheint kein freies Bett mehr zu haben.
Nach einem Nickerchen besorgen wir uns einen Railway-Bus-Ferry-Pass und besichtigen ohne Auto die Highlights der Stadt.
21.Tag Sydney (Sydney - Hobart Race)
Um 10 Uhr ziehen wir los zur Watson Bay und können dort um 13 Uhr den Start des berühmten Sydney-Hobart-Race mitverfolgen. Ein Spektakel sondergleichen: Motor- und Segelboote so weit das Auge reicht. Es wäre fast möglich, von Boot zu Boot hüpfend die ganze Bay zu überqueren. Bei der Hitze kommt uns die frische Ananas, die wir für 1.50 AU$ tags zuvor gekauft haben, wie die süsseste Versuchung vor.
Nachtessen im Planet Hollywood und danach eine nicht ganz freiwillige Stadtrundfahrt mit dem Bus, bis wir schliesslich im Darling Harbour den Abend mit einem 3D Film im I-Max ausklingen lassen.
22.Tag Sydney (Darling Harbour / Sydney Tower)
Fähre
und Bus kennen wir schon. Nun ist es an der Zeit, einmal die Monorail
zu testen. In ihr schweben wir hoch über Sydneys Strassen durch die
Innenstadt und beobachten das hektische Treiben der Schnäppchenjäger
im Ausverkauf. Die Stadt kommt uns vor wie ein gigantischer Ameisenhaufen,
nur ohne System.
Wieder in Darling Harbour erleben wir eine tolle Wasserski-Show erleben, und geniessen die Sonne.
Beim Eindunkeln spazieren wir zum Sydney Tower. Aus 250 Metern Höhe kann eine Grosstadt soooo friedlich aussehen, wenn sie sich langsam schlafen legt. Um 23 Uhr, wir sind selber auch schon ziemlich auf den Socken, wollen wir langsam zurück in unser Motel, genehmigen uns aber noch einen Schlummerbecher. Einen? Nein, denn wir lernen Bob kennen und früh um 7 Uhr, nach einem Mc Donalds Breakfast sinken wir endlich in unser Bett.
23.Tag Sydney
Der heutige Tag lässt sich in vier Worten beschreiben: Schlafen - essen - Karten spielen - fernsehen - und wieder schlafen.
Saschas Tages-Highlight ist die Live-Übertragung eines American Football Playoff Spiels. Diesen „Koala Day" haben wir uns wirklich redlich verdient.
24.Tag Sydney (Botanischer Garten)
Zu Fuss geht es zum Botanischen Garten. Ein traumhafter Park mit einer beeindruckenden Pflanzenvielfalt! Dort gibt es auch fünf gigantische Bäume, deren Äste einen Durchmesser von bis zu 2 Metern haben. Sie säumen übrigens die erste offizielle Strasse Sydneys.
Immer die Bucht entlang gelangen wir nach Kings Cross und verfolgen dort nach dem Lunch ein Crickettspiel. Hmmmmm, irgendwie haben wir den genauen Sinn dieses Games nicht so richtig verstanden.
Wir schlendern ohne genauen Plan am Meer und wissen schon fast nicht mehr, wo genau wir uns befinden: "Ich glaub jetzt chond grad die nöchsti Ferrystation.“ Aber nichts dergleichen und so nehmen wir den Bus zur nächsten Railstation und fahren zurück ins Motel.
Nach diesem langen Marsch beschließen wir, das Nachtessen telephonisch zu bestellen: „Soll doch ein anderer mal laufen“.
25.Tag Sydney (National Maritime Museum)
Mit der Ferry fahren wir zum Darling Harbour wo wir das National Museum besichtigen und, wenn wir schon mal da sind, auch gleich noch die beiden Kriegsschiffe, die gerade dort vor Anker liegen. Zuerst geht es in ein russisches U-Boot. Verdammt eng in diesem Teil. Vor allem, wenn man selber 2 m misst. Die vielen Knöpfe und Schalter animieren schon zum spielen, doch der russische Offizier guckt so, als sei er von dieser Idee nicht so sehr begeistert. Zurück am Tageslicht steigen wir um auf die Vampire, einen australischen Zerstörer, der zwar schon etwas grössere Türen hat, aber den 230 Mann Besatzung doch nicht wirklich luxuriöse Platzverhältnisse bietet.
Eine Zugfahrt über die Harbour Bridge und der Marsch zurück in die Rocks zu einem Drink beendet den Tag mit der Frage: „Wo ist wohl der beste Platz um das Feuerwerk zu sehen?“
26.Tag Sydney (New Year - Feuerwerk über dem Opernhaus)
Wir fahren ins Stadtzentrum um Champagner zu kaufen. Nach zwei Stunden intensiven Suchens haben wir dann auch endlich welchen gefunden. Zurück in unserem neuen Hotel amüsierten wir mit dem Geldspielautomaten. Für 20 Uhr hatten wir, noch von der Schweiz aus, einen Platz im Watherfront Restaurant at the Rocks reserviert, natürlich draussen. Von hier aus genießen wir die fantastische Aussicht auf das Opernhaus. Schon jetzt stehen sich tausende Menschen die Füße platt, um das Feuerwerk zu sehen. Wir fragen uns, warum schon so früh?!
Nach einem köstlichen Essen erkennen wir auch schon die Lösung des Rätsels: Unlogischerweise findet das grosse Feuerwerk bereits um 22 Uhr statt. Das ist ein gewaltiges Spektakel, und wir haben Spitzenplätze. Aus allen Richtungen werden die Raketen von der See aus in die Luft gefeuert. Fantastisch!
Fasziniert geniessen wir den lauen Abend im Restaurant, und lassen um Mitternacht die Knorken knallen inmitten der tobenden, und inzwischen auch reichlich betrunkenen Menge. Wir gelangen zu der Einsicht, dass ein Feuerwerk um Mitternacht wohl sinnlos wäre, da bereits überall die besoffenen Jungen herumliegen …
Aber auch wir haben schließlich einen Rausch, nachdem wir unsere zwei Flaschen Champagner geleert und mit den Daheimgebliebenen telefoniert haben.
27.Tag Sydney - Narrandera
Zunächst
noch ein wenig verkatert machen wir uns auf den Weg in Richtung Adelaide.
Alle zwei Stunden wechseln wir uns am Steuer ab und erreichen nach 565
km gegen 16.30 Uhr Narrandera. Hier finden wir ein liebevoll ausgestattetes
Motel und planschen ein wenig im warmen Pool. In unserem Zimmer ist es
so heiss, dass wir beschliessen, einen Nachtspaziergang im Stadtpark zu
unternehmen. Endlich, gegen 0.30 Uhr schlafen wir mit Hilfe von etwas
Whisky ein. Das Thermometer zeigt immer noch 32°C.