Australien 3. Ferienwoche '97-98
14.Tag Noosa Beach - Brisbane
Am Morgen besuchen wir die weltweit grösste Ginger-Factory. Dass man aus dieser Wurzel so viel mehr machen kann als nur Gingerale, ahnten wir bei weitem nicht. Marmalade, Gelee-bonbon, Gewürze, Dips, Saucen ……. und natürlich Ginger Al konnte man in den kleinen Buden-Shops rund um die Factory kaufen. Nach einem längeren Aufenthalt im Park um die Anlage fuhren wir nach Brisbane. Leider ohne detaillierten Stadtplan, und so ist es recht schwierig, den Stadtteil St.Lucia zu finden. Hier wollen wir dem Zwillingsbruder eines Bekannten einen Überraschungsbesuch abstatten. Dank Saschas Scharfsinn finden wir die gewünschte Adresse dann doch noch. Othmar ist wirklich über unseren Besuch überrascht, da er die „Vorwarnung“ von seinem Bruder nicht erhalten hat. Er hilft uns dann, ein günstiges Motel für die nächsten zwei Tage zu finden.
15.Tag Brisbane
Mit
dem City Cat, einer Katamaran-Fähre, die die Aussenbezirke mit der
City verbindet, fahren wir beinahe 2 Stunden umher. Danach entdecken wir
ein Shopping Center in dessen obersten Stockwerk wir einen Lunapark entdecken
– Crazy!
Am Abend besuchen wir mit Othmar und seiner Frau Monique die Christmas Parade. Verschiedene Gruppen stellen die Weihnachtsgeschichte dar. Das Ganze ist süss bis kitschig und wir hören und sehen viele Engelchen „Happy Christmas“ singen. Den Abschluss macht ein Feuerwerk begleitet von Weihnachtsmusik. Das gibt dann wirklich eine geniale Stimmung! Uns fällt es schon schwer genug, bei der Hitze überhaupt an Weihnachten zu denken und diese ungewohnten Bräuche machen es uns nicht unbedingt leichter. Deshalb haben wir ja dieses Jahr beschlossen, Weihnachten abzusagen.
16.Tag Brisbane - Surfer Paradiese - Ballina
Sascha hat Genickschmerzen. Vielleicht von der Klimaanlage?
Auf dem weiterem Weg in Richtung Sydney baden wir in Surfers Paradise in einer schönen Bucht. Im Gegensatz zum Hauptstrand ist es hier recht ruhig. Nach einem langen Strandspaziergang fahren wir nach Ballina. Hier bereiten wir uns im Motelzimmer ein sehr umständliches Abendessen mit dem Toaster und Wasserkocher: China-Nudeln und Handy Toast.
17.Tag Ballina - Grafftan - Ebor Falls - Armidale
Im
NMRA (Aussie-Touring-Club) bekommen wir tolles Kartenmaterial für
unsere Ziele. Das hätten wir vor Brisbane gut gebrauchen können.
Alle Karten sind für TCS-Member gratis.
Unterwegs machen wir einen Hindernislauf am wunderschönen Blick River. Und dann unser erster Kontakt mit einer nicht geteerten Strasse. "Aha, deshalb die gestrichelte Linie auf der Karte!" Diese wenigen Millimeter gestrichelte Linie auf der Karte erweisen sich als 120 km lange Sandpiste. Wenn ein LKW auf uns zukommt, können wir nur noch an den Rand fahren und abwarten bis sich der Staub wieder verzogen hat.
In Armidale finden wir dank des neuen Kartenmaterials superschnell ein günstiges Motel. Nach dem BBQ gibt es zum Dessert ein riesen Wetterleuchten am Nachthimmel zu bestaunen.
18.Tag Armidale - Tamworth - Singelton - Windsor - Richmond - Katoomba
Am Morgen machen wir uns auf in Richtung Blue Mountains. Unterwegs entdecken wir da und dort kleinere Feuer rechts und links der Strasse und in der Luft liegt der Geruch von Rauch. Das Mittagessen, Schinken-Käse Muffins vom 25-Cent-Grill an der Strasse in Tamworth schmeckt fein. In Katoomba angelangt finden wir ein Motel für die nächsten zwei Tage und gönnen uns im Dörfchen zum Nachtessen ein tolles chinesisches Menu.
19.Tag Katoomba - Lithgow - Mount Wilson - Katoomba
Nach
dem Breakfast fahren wir nach Lithgow, wo wir mit der "Zig Zag Railway"
zwei Stunden den verbrannten Wald besichtigen. Die Fahrt imponiert uns
stark: Einerseits die gewaltige Macht des Feuers und andererseits der
Tod einer Landschaft, was ein Gefühl der Bedrückung hervorruft.
Als nächstes besuchen wir den Lake Lyell Stausee, der für Holländer
imposant sein mag, als Schweizer ... na ja, da sieht man das vielleicht
etwas anders.
Per Zufall stolpern wir in Mount Wilson an einen „Jurassic Park".
Eigentlich saisonbedingt geschlossen, laden uns die Besitzer dennoch zu
Tee und Gebäck ein und wir verbringen tolle Stunden mitten in Wallabis
und Emus.
Jetzt aber schnell zurück ins Motel, dort steht unser Weihnachtsessen auf dem Programm. Der Saal ist wunderschön geschmückt aber unsere Loge entpuppt sich als getarntes Altersheim. So sind wir mit Sicherheit 40 Jahre jünger als alle anderen und schämen uns fast, einen zweiten Liter Wein zu bestellen. Wer uns kennt, weiss allerdings auch, dass uns so etwas nicht wirklich beeindruckt.