Australien 13. Ferienwoche '04-05
31. Jan. Rottnest Island
Am
morgen besorgen wir uns Inseltaugliche Fahrzeuge, Fahrräder. Autos
sind bis auf wenige Ausnahmen zur Versorgung und dem Unterhalt auf der
Insel verboten. Fahrräder sind optimal um die 11 km lange und 4,5km
breite Insel zu erforschen. Nina, die seit Monaten kein Fahrrad mehr gefahren
war, war ausser sich vor Freude. Und so ging es los auf eine Inseltour.
Auf einer 20 km langen Rundreise trafen wir auf traumhafte Badestrände,
wunderbare Insellandschaft und eine vielzahl von kleinen und grösseren
Salzwasser-Seen. Der Herschel Lake war durch eine Alge am Ufer rosa gefärbt,
und hatte durch den hohen Salzgehalt einen weissen Schaum. Durch den starken
Wind flogen uns immer wieder Schaumballen entgegen, und man fühle
sich in eine unreale Welt versetzt. An der Fays Bay machten wir dann einen
Badestopp. Auch hier genossen wir das klare erfrischende nass und Sascha
ging auf eine ausgiebige Schnorcheltour. Nach dieser langen Radtour waren
wir alle recht müde und hungrig, und stärkten uns erst einmal
im Häuschen. Doch schon bald hatten wir wieder genug Energie und
wollten mit dem Fahrrad nochmals zum Restaurant auf einen Abend-Drink.
Doch aus Neugierde hängten wir gleich noch eine 5km Minitour an.
Zurück im Häuschen tat uns alles weh. Vor allem Christa hatte
nicht mehr viel zu lachen, da ihre Knie entzündet waren. So legte
sie sich nur noch auf das Bett und wurde von Sascha und Nina bekocht und
mit kalten Umschlägen gepflegt.
01. Feb. Rottnest Island
Wieder
Fit und munter startete ein neuer Erkundungs- Tag auf der Insel. Doch
ganz so viele Fahrradkilometer wollten es heute nicht wieder werden. So
fuhren wir zu The Basin, einem wundervollen Strand mit natürlichen
türkis farbigen Pools im Meeresboden. Nina wollte nicht ins Wasser,
da einige Fahrradstürze ihre Beine leicht aufgeschürft hatten,
und das Salzwasser sie brannte. So ging sie auf den Autofreien Strassen
entlang der Beach etwas Fahrradfahren, und wir gingen zum Schnorcheln.
Heute waren es noch deutlich mehr uns grössere Fische, und das Wasser
schien noch klarer, dafür auch etwas frischer. Zum Lunch fuhren wir
wieder zu unserem Häuschen, und am späteren Nachmittag zum Minigolf.
Neben den üblichen Minigolf Hindernissen hatten wir auch bewegliche
Schranken in Form von Eidechsen und Quokkas, um die es den Ball zu schlagen
galt. Auf dem Heimweg besorgen wir uns noch eine Flasche Wein, und genossen
den Abend mit den Quokkas. Nina hatte alle Hände voll zu tun, denn
die zutraulichen Tiere gingen immer wieder in das Häuschen auf Erkundungstour.
Während des Essens hatten wir einen Eindringling übersehen,
und als er wieder zufrieden aus dem Chalet gehoppelt kam, war der Frischhaltebeutel
vom Toastbrot aufgerissen, und der Inhalt restlos verschwunden.
02. Feb. Rottnest Island - Perth
Schweren
Herzens packten wir am Morgen unsere Reisetaschen und brachten sie zum
nahen Gepäck Pick up. Um 9 Uhr machten wir uns auf zu einer letzen
Erkundungstour mit dem Fahrrad. Wir wollten durch die Mitte der Insel
an all den Seen zum Pink Lake, welcher aber nicht rosa gefärbt war,
wie es der Name vermuten lies. Dafür trafen wir auf eine unerwartet
schöne Landschaft, und beinahe Leeren Strassen. Beim Sirius Lake
machten wir eine Pause und setzen uns in den Schatten eines Baumes, als
aus dem nicht ein Quokka auftauchte und uns keck ansah. Wir suchten uns
einen ausgewaschenen Stein, und boten ihm etwas Wasser an, was er dankend
annahm. Mit dem Little Armstrong Bay fanden wir eine Traumhafte Schnorchel
und Badebucht. Das Wasser war kühl, und die Unterwasserwelt reich
besiedelt. So hatte Sascha das vergnügen, und wurde auf seinem Schnorchelgang
von einem Manta begleitet, welcher Mystisch durch die See schwebte. Als
er derart begeistert zum Ufer zurück kam, konnte sich sogar Christa
entschliessen sich ins kalte Nass zu stürzen, und mit den Fischen
einige Runden zu Schwimmen. Die Zeit an der Beach verging schnell, vor
allem mit dem Wissen dass die der letzte Standbesuch in Australien war.
Gegen 14 Uhr fuhren wir zurück zum Thomson Bay und brachten die Miet-Flossen
und Fahrräder zurück. Es blieb noch genug Zeit für ein
letztes Eis am Strand und einen Spielplatz-Besuch bis unsere Fähre
nach Fremantle losfuhr. Um 17 Uhr landeten wir wieder auf dem Festland.
Eine Stunde später waren wir bereis in unseren letzen Unterkunft
in Australien angekommen, einem Hotel mitten in Perth.
03. Feb. Perth
Nachdem
wir am Vorabend eine Ferienbekanntschaft aus Sydney per Zufall wieder
getroffen hatten, brachten wir ihr heute unsere Kühlbox und andere
Reiseutensilien, die uns die letzen 12 Wochen treu begleitet hatten. Anschliessend
machten wir eine Shoppingtour durch Perth und klapperten dabei jeden Souvenir
Shop ab, den unseren Weg kreuzte. Und das alles ohne in Kaufrausch zu
geraten. Als wie um 16 Uhr ins Hotel zurück kehrten, waren wir alle
ziemlich erledigt. Allem Anschein nach war dies der Fahrstuhl ebenfalls.
Denn anstatt uns in den 7 Stock zu fahren, fuhr er in den Untergrund und
machte keinen Wank mehr. Nach einigen Versuchen das Panel zu betätigen,
rief Christa per Lifttelefon um Hilfe. Der freundliche Herr meinte, so
kommen sie bitte die Treppe zum ersten Stock hoch, wenn der Lift nicht
fährt. Doch dann hat er unsere Lage doch noch kapiert, und kam uns
erlösen.
04. Feb. Perth
Am
letzen Tag in Australien gab es für uns beim Shopping keinen Halt
mehr. Erst am späteren Nachmittag war packen angesagt. Wir waren
echt erstaunt, dass unsere Koffer anscheinend mehr Platz Inhalt hatten,
als bei der Hinreise. Nach der unliebsamen Packerei gingen wir zum Nachtessen
in die Stadt und fanden ein kleines Restaurant mit einer vielfältigen
Speisekarte. Das Essen war perfekt, und der Wein noch viel besser. Nina,
die nach dem Essen der Einkaufsstrasse entlang geschlendert war, entdeckte
ein Souvenirshop, welcher noch geöffnet hatte. So bekam Nina den
Auftrag nach einer Australien Flagge Ausschau zu halten, und uns den Preis
bekannt zu geben. Das tat sie auch prompt, und kaufte uns diese auch ganz
alleine, worauf sie anschliessend mächtig Stolz war. Anschliessend
gingen wir noch einmal zum Swan River, und genossen die Aussicht am Fluss.
Als wir nach Mitternacht zurück zum Hotel gingen, waren wir alle
recht überdreht, und Nina schwenkte die Australien-Flagge und sang
australische Fussball-Lieder.
05. Feb. Perth - Hong Kong
Seit
wir in Western Australien reisen, war dies der erste Morgen ohne strahlenden
Sonnenschein. So fiel uns der Abschied etwas leichter. Planmässig
verliessen wir um 9.30 das Hotel, und stiessen an der Zahlstelle vom Parkhaus
auf das erste Problem. Der ältere Herr am Schalter wusste nicht wie
er mit unserer Eurocard-Notfallkarte umzugehen hatte, und wir hatten kein
Bargeld mehr. Satte 30 Minuten mussten wir uns nerven, bis der Herr sich
endlich zugestand Hilfe hohlen zu lassen. Am Flughafen wurden wir äusserst
freundlich bedient, doch schon beim Check-in kam das nächste Problem.
Die Koffer waren bereits auf dem Förderband, als wir an die Treibgasflasche
zum Tischgrill im Koffer dachten. Bei der Kontrolle des Handgepäckes
wurden wir heute besonders genau inspiziert und mussten alles nochmals
auseinander nehmen, das Laptop zeigen, und die Elektronik-Equipment Tasche
auseinander nehmen. Da Erschraken wir doch sehr, als wir das Sackmesser
von Sascha entdeckten, dass aus Irrtum in diese Tasche geraten war, naja,
es wird dann irgendwann für einen guten Zweck versteigert. Im Flugzeug
bekamen wir dann jedoch den Aufsteller vom Tag. Zu dritt durften wir uns
einen 4-er Sitzplatz gleich hinter der Küche teilen, im Unterhaltungsprogramm
liefen deutschsprachige Spielfilme, und unter dem Sitz befand sich ein
Poweranschluss um das Laptop zu aktivieren. So lässt es sich leichter
fliegen.
06. Feb. Hong Kong 
Wir
habe alle ganz toll geschlafen, bis um 11 Uhr die Putztruppe das Zimmer
stürmen wollte. Danach haben wir das Gepäck eingestellt, und
gingen auf einen Stadtbummel. Da das Chinesische Neujahr in wenigen Tagen
Einzug hält, war die Stadt gerammelt voll. Im Kowloon Park war alles
prächtig dekoriert mit Blumen, Kinder, Tiere und natürlich dem
Chinesischen Glücksdrachen. Die Figuren waren mit Stoff auf Drahtgestelle
aufgezogen, und nach dem Eindunkeln waren diese Skulpturen beleuchtet.
Um 20 Uhr fuhren wir dann mit dem Airport Express in Richtung Flughafen.
Als wir kurz vor 21 h dort ankamen, hatten wir noch massenhaft Zeit bis
zum Abflug. So gingen wir in ein Japanisches Restaurant und assen uns
einmal durch die Vorspeisekarte. Es war so lecker, dass wir beinahe die
Zeit vergessen hatten. So mussten wir am Ende uns richtig beeilen, um
den Abflug um 23.55 zu erreichen. Der 13 Sündige Flug nach London
war angenehm. Nina hat die Flugdauer ganz leicht über sich ergehen
lassen, und hat auch lange geschlafen.
07. Feb. Hong Kong - London - Zürich
Um
4.15 Uhr Ortszeit landeten wir in London, und nach dem kurzen Wechsel
in ein anderes Terminal flogen wir um 7.15 los zu unserem Endziel. Nina
war total aus dem Häuschen, dass es jetzt nach Hause geht. Um 10.10
h landeten wir dann in Zürich, und wurden von einigen lieben Freunden
erwartet und wurden sogar mit einem Korb mit Käse, Servelat und Brot
beschenkt. Zu Hause angekommen spielten sich Nina mit ihren beiden Cousins
gleich warm, und konnten das Spiel kaum mehr beenden. Die Wohnung war
uns noch recht fremd, die Zimmer wirken so gross. Auch unser lieber Kater
ist gewaltig gewachsen, zumindest in die breite.
Wir brauchen nun erst noch ein paar Tage, um uns wieder richtig einzuleben, den Klimaschock zu verarbeiten, und die Verkehrsrichtung wieder in den Griff zu bekommen.