Australien 12. Ferienwoche '04-05
24. Jan. Perth (Swan Valley)
Grosseinkauf
war angesagt. Anfangs war Nina nicht sehr begeistert, wollte sie doch
gleich nach dem Frühstück zum "Schnorcheln" gehen.
So setzen wir uns gemeinsam an den Morgentisch, und machten zwei Einkauflisten.
Die eine für Mami und Papi, die andere für Nina, mit Bildern
versehen und Stückangaben. Mit dem Zettel in der Hand, und etwas
Stolz im Gesicht geschrieben, fuhren wir dann zum Einkaufszentrum. Nina
fand dann auch alle Gegenstände, die wir ihr aufgetragen hatten,
und schob diesen übergrossen Aussie-Wagen sicher durch die Gänge.
Da wir mal genügend Zeit hatten uns in Ruhe umzusehen, machten wir
Grosseinkauf in der Frisch-Fisch Abteilung. Am Ende hatten wir jedoch
zwei gefüllte Einkaufswagen, und brachten den Inhalt dann nur mit
Mühe in den leeren Kühlschrank. Mittlerweilen war es Mittag,
und höchste Zeit für einen Tauchgang im Pool.
25. Jan. Perth (Swan Valley)
The
Maze und Koala, das ist eine ruhige, und Interessante Irrgarten-Anlage
30 Min. von Perth entfernt. Gleich zu Beginn widmeten wir uns dem grössten
Labyrinth. Das 50x50 m grosse Feld war schwieriger zu durchqueren, als
es von aussen den Anschein machte. Nicht selten nahm Sascha Nina auf die
Schulter, um sich ein Bild über die Lage des nächsten Checkpoints
zu machen, wovon es fünf Stück gab. Wir fanden alle Posten innert
30 Min, nur den Ausgang konnten wir nicht mehr finden. Die Mittagssonne
machte diese Übung nicht einfacher. Nach weiteren 20 Minuten herumirren,
entschlossen wir uns einen der Notausgänge zu nehmen, und landeten
somit 5 Meter neben dem Exit im des Labyrinthes. Nach einer kleinen Verschnaufpause
besuchten wir die grosszügigen Kangaroo und Kakadu Gehänge,
bevor wir uns drei weiteren Irrgärten widmeten. Zwei davon waren
Pinienwälder und ein weiteres ein Heckenlabyrinth. Die Pinienwälder
hatten es in sich, denn einerseits sieht man immerzu dien Waldrand, aber
die nur sehr schmalen Lücken zwischen den Stämmen, die einen
Durchgang ermöglichten, waren kaum zu entdecken. Dafür hatten
wir genügend frische Luft, und eine wunderbare Ruhe im Wald. Nach
einer Runde Minigolf war es Zeit für einen Lunch in auf der BBQ Wiese.
Wir setzten uns in die Wiese und assen erst etwas. Später begannen
wir mit den Gumtree Nuts von unserem Schattenspendenden Baum zu spielen.
Erst stülpten wir uns die dürren Hüllen über die Finger,
so als hätten wir diese gequetscht, dann begannen wir und Puppen
zu gestalten mit allem, was wir in der Wiese herumliegen sahen. Bald hatten
wir eine kleine Wichtelbande zusammen, und suchten ihnen einen schönen
Platz unter einen grossen Baum. Vor lauter "basteln" verpassten
wir den Zugang zu den Koala, und so entschlossen wir und zu einem Nachmittagsbad
auf dem Camping. Wir waren alleine im Pool, und so wurde endlos geplanscht,
gesprungen, getaucht, und gealbert. Unsere Lachmuskeln wurden dabei arg
beansprucht.
26. Jan. Australia Day Perth (Swan Valley)
Wir
gingen den Tag ruhig an, genossen die Ruhe auf dem Camping, machten eine
kurze Tour durch das Swanvalley und erfrischten uns im Pool. Um 17 Uhr
parkten wir unser Auto auf dem nahem Bahnhof und fuhren per Zug die 20
km nach Perth. Von Station zu Station stiegen mehr Fahrgäste zu,
und die Mehrheit war in irgendeiner Form mit einer Australien Flagge geschmückt.
Auch wir passten mit unseren Aussie Kappen und Nina mit ihrem Australia
Day Tatoo ganz gut ins Bild. In Perth angekommen, mussten wir nicht lange
studieren, wo es nun zum Feuerwerk geht, einfach der Menschenmasse folgen.
Da die Strassen um das Festgelände alle gesperrt waren, kamen wir
ganz gut voran. Bald fanden wir ein Plätzchen im Park direkt an Swan
River mit guter Sicht auf die drei Abschussponton. Immer wieder tauchten
am Himmel Flugzeuge auf, die ihre Flugkünste demonstrierten, Löschhelikopter
zeigten wie sie Wasser aufnehmen und wieder abwerfen, und Speedboote donnerten
über den Fluss. So verging die Zeit wie im Fluge. Nachdem farbenprächtigern
Sonnenuntergang konnte das Feuerwerk schliesslich starten. Mittels mitgebrachten
Radios wurde der Abend auf einer speziellen Frequenz musikalisch begleitet.
So ertönte um punkt 20 Uhr die Nationalhymne, und die Australier
sangen lauthals mit. Nina, die am Nachmittag noch nicht glauben wollte,
dass so kurz nach Silvester schon wieder ein grosses Feuerwerk stattfinden
soll, wurde in den nächsten 30 Minuten eines besseren belehrt. Synchron
zu der Musik wurde das Feuerspektakel von den drei Schiffen und den Wolkenkratzer
der Skyline abgefeuert. Auch wir müssen zugeben, dass wir überwältigt
waren von der Darbietung, die unserer Meinung nach sogar das Silvester
Feuerwerk von Sydney in den Schatten stellte. Kaum war die letzte Feuerwerksrakete
am Himmel erloschen, bewegte sich die Massen zurück in Richtung Innenstadt.
Fröhlich, ausgelassen und sehr laut bewegte sich der Menschenstrom
durch die grossen Strassen und legten den ganzen Verkehr lahm. Wieder
zurück auf dem Camping sahen wir einen Beitrag über die verschiedenen
Feiern zum Australia Day im ganzen Lande. In diesem Zuge erfuhren wir,
dass Perth in diesem Jahr das grösste Feuerspektakel präsentierte,
und wir konnten das ganze Feuerwerk nochmals am Fernseher mitverfolgen,
diesmal von der gegenüberliegenden Flussseite.
27. Jan. Perth (Swan Valley)
Ein
richtig toller Tag um nichts zu tun, herumalbern und geniessen. Erst am
späten Vormittag machten wir einen leckeren Brunch vor unserem Cabin.
Als wir in den Nachrichten einen Bericht über den harten Wintereinbruch
in der Heimat sahen, wussten wir dass es höchste Zeit war zum Swimming
Pool zu pilgern, und noch soviel wärme auftanken, wie möglich.
Wir werden viele guten Eigenschaften von diesem grossen roten Kontinenten
vermissen. Die vielen Vogelstimmen, die bunte Tierwelt auf die man trifft,
die weiten Sandstrände und allem vorab das geniale Klima. Doch wir
freuen uns schon heute auf ein richtiges Stück Brot, Schweizer Käse
und dazu eine Servelat.
28. Jan. Perth (Swan Valley) - Perth (Fremantle)
Auf
der Umzugsstrecke nach Fremantle hatten wir ein bisher unbekanntes Problem.
Wenn man um 10 Uhr auschecken muss, und rund 40 km später erst um
14 Uhr Einchecken kann, braucht man ein Lückenfüllendes Programm.
Das fanden wir in Form eines kleinen Tierparks nahe bei Fremantle. Neben
der Australischer Tierwelt gab es hier einige Tiere, die wir so nah noch
nie zu Gesicht bekamen. Neben den Emus, Kangaroos und Pfauen liefen hier
auch Lamas im Park frei umher. Vor allem die Lamas und ihre Verwandten
waren recht aufdringliche Futterbeter. Die zahlreichen Pfaue liessen überall
ihre schmucken Federn fallen, und wir sammelten uns so einen bunten Strauss
voller Pfauenfedern. Den neuen Camping erreichten wir an frühen Nachmittag,
und machten gleich einen Spatziergang zur Beach. Nina wollte erst gar
nicht mit, das Pool erschien ihr viel verlockernder. Doch dann war sie
hell begeistert, was man im Meer alles finden kann, mit Schnorchel und
Brille ausgestattet. Schliesslich mussten wir sie überreden das Meer
zu verlassen, und dafür das Pool noch zu testen.
29. Jan. Perth (Fremantle)
Und
wieder ein Tag, an dem das Wolkenzählen unmöglich war, da diese
einfach nicht vorhanden waren. Gleich nach dem Duschen zogen wir die Badesachen
an, und setzten uns ans Pool. Wir machten Kreuzworträtsel und genossen
die wärme, als es plötzlich hektisch wurde. Laute Spieluhr-Musik
aus den Boxen des Eismannes, der seine Runde durch den Camping zog. Also
eilte Christa in die Cabin, und das nötige Kleingeld zu hohlen, und
Sascha und Nina sprangen zum Eiswagen. Nach einer weiteren Poolstunde
wechselten wir das Gewässer, und spazierten zum nahen Strand. Schan
bald waren wir alle am buddeln. Vergeblich versuchten wir einen Schutzdamm
vor der Flut zu erstellen, aber das Meer hat gesiegt, und wir beschlossen
doch noch etwas zu baden. Auf dem nahen Jetty sassen viele Freizeit Fischer
und versuchten ihr Glück. Plötzlich kamen immer mehr festlich
gekleidete Menschen über das Jetti spaziert, und versammelten sich
am Ende des Steges. Wie wir vermuteten kam bald darauf ein Brautpaar der
Gruppe hinterher. Auf dem Steg wurde ein Hochzeit abgehalten. Während
einem Gespräch mit einem der Fischer wurden wir gefragt wie lange
wir noch in Australien blieben, und wir erklärten, dass wir in einer
Woche zurück in die Schweiz reisen. Da meinte er mit Bayrischem Akzent
:"Jo seids ihr dann verrückt, in diese Saukälte wollt ihr
zurück gehen?". Wir waren sichtlich überrascht, und so
erklärte er uns, er sei vor 20 Jahren von München nach Australien
ausgewandert, und für ihn gebe es keinen Grund mehr in solch ein
kaltes Land zurück zu kehren. Wir können ihn ganz gut verstehen,
und würden es ihm gerne gleich tun, zumindest bis sie wärmenden
Sonnenstrahlen im Frühjahr wieder Einzug halten.
30. Jan. Perth (Fremantle) - Rottnest Island 
Für
den Aufenthalt auf Rottnest Island haben wir uns im Supermarkt mit Getränken
und Lebensmitteln eingedeckt. Anschliessend parkten wir unser Auto nah
der Ferry Station in Fremantle. In der Markthalle neben dem Ferry Terminal
vertrieben wir uns die Zeit bis um 14 Uhr unser Boot ablegte. Nach 25
Minuten Fahrzeit, bei starkem Seegang, landeten wir auf Rottnest Island.
Buntes Treiben, ein schöner Rundblick und gute Live Musik aus einem
Pub hiessen uns gleich willkommen auf der Insel. Leider hatten wir nach
dem Check in den Delivery Service verpasst, und mussten unser Gepäck
selber zu unserem Chalet schleppen. Schon auf dem Weg zum Caroline Thomson
Camp, wo unsere Unterkunft stand, trafen wir auf den ersten Quokka. Quokkas
gehören der Familie der Wallabies an, Sie werden bis zu 35 cm gross
und ähneln einer überdimensionalen Ratte. So kam die Insel auch
zu ihrem Name, als die ersten holländischen Seefahrer auf der Insel
landeten, hielten sie die Quokkas für grosse Ratten und nannten die
Insel Rodnest (Ratten Nest). Nur die Badeanzüge wurden ausgepackt,
und es ging los zum Pinky Beach und wir machten alle unseren ersten Schnorchelgang.
Das Wasser war klar, und bot uns eine vielzahl von Fischen zum bestaunen
an. Als wir nach dem Nachtessen zu einem Drink in ein Restaurant gingen,
konnte sich Nina kaum beruhigen, weil sie immer wieder putzige "hobbelies"
sah, wie wir die kleinen Beuteltiere indessen infolge ihrer Gangart nannten.
" Lueg Mami da sind zwoi, und det hät's grad drü hoppelis
...... und dete ........"