Australien 8. Ferienwoche '04-05
27. Dez. Belmont - Gossfort
Wir
haben unser temporär Home um 9.30 in Belmont abgegeben und fuhren
in Richtung Gossfort weiter. Zum ersten mal stellten wir keine besonderen
Ansprüche in unser Etappenziel, denn mit Gossfort wollten wir lediglich
die Restdistanz nach Sydney halbieren. Als wir unser Unit bezogen hatten,
und alles Eingepufft hatten, erkundeten Christa und Nina die Stadt. Als
Christa und Nina den Olympic Pool besuchten, sahen sie unterwegs einen
Lunapark den wir am Abend besuchten. Nina hatte ein unglaubliches Glück,
und gewann beim Zielwurf ein beflügeltes pinkes Einhorn, so ein Fabeltier
wie es sich jedes kleine Mädchen wünscht; und dabei sind unsere
Koffer bereits zum bersten voll. Nach einigen Fahrten auf diversen Bahnen
ging's dann wieder zurück zu unserem Caravan Park. Nach einem flinken
Einkauf im benachbarten Supermarkt, besprachen wir noch eingehend die
nächsten Tage, und liessen die letzen sieben Wochen Australien Revuepassieren.
28. Dez. Gossfort - Sydney
Von
Gossfort aus erreichten wir Sydney schon nach kurzer Zeit, die Fahrt mit
dem Auto über die Sydney Harbour Bridge in die City war unser erstes
Highlight an diesem Tag. Und Nina war ganz begeistert als sie zum ersten
mal einen Blick auf das Opernhaus erhaschte. Um 12.00 bezogen wir unser
Zimmer im YHA Backpackers gleich neben der Central Rail Station. Unser
Nächster Termin war die Autovermietung in Kings Cross. Nachdem wir
unser Mietwagen abgegeben hatten, machten wir einen ersten besichtigungs
Bummel durch die Stadt. Zuerst waren wir im Hyde Park von wo aus man herrlich
den Sydney Tower sieht, danach ging es mit der Bahn zum Circular Quai.
Beim Spatziergang in die Rocks genossen wir die letzten Sonnenstrahlen
die sich auf das gemütlichen Stadtchen glichen. Als wir nach einer
Stunde wieder am Circular Quay anlegten, war das Sydney Opera Haus legten.
Um 20.30 begleiteten die Mädels Sascha zu seinem Nachtabenteuer bevor
sie zurück ins Hotel gingen. Um 2100 startete das Abenteuer Bridge
Climb, das besteigen der Sydney Harbour Bridge. Nach akribischer Vorarbeit
der sogar einen Alkoholtest beinhaltet wurden die Teilnehmer der Tour
Bekleidet. Mit Kombi, Regenhose gegen den Wind, Sicherungsgurt, zwei Gurttaschen
mit Helly Hansen und Regenjacke, Kappe, Handschuhe, Stirnlampe und Funkgerät
mit Headset. Nach einem Simulationssteg wo man das gehen mit Sicherungsrolle
testet, ging es an die Brücke. Die Sydney Harbour Bridge misst eine
Spannweite von 1150m, Bogenweit 503m und hat eine max. Höhe von 145m,
die Fahrbahn ist 68m über Meer. Sie wurde 1932 nach einer Bauzeit
von acht Jahren dem Verkehr übergeben kostete 20 Mio.$ und wir von
über 6 Mio. Nieten zusammengehalten. Als Stahlbauer ist der "Climb"
ein absolutes Muss, die Konsrtuktion ist gewaltig und die Aussicht phänomenal.
Nach drei Stunden und rund 1400 Stufen war ein unvergessliches Abenteuer
zu Ende.
29. Dez. Sydney
Wir
besorgten uns für diesen Tag eine Tageskarte von der Monorail, welche
hoch über den Strassen rund um den Darling Harbour und die City ihre
Schlaufen zieht. Die erste Station war Darling Harbour. Beim Maritime
Museum konnten wir endlich die längst fällige Leuchtturmbesteigung
bewältigen. Auf der Leuchtturmplattform zog uns ein recht strammer
Wind um die Ohren. Das Zugehörige Maritime Museum zeigt alles rund
um die Schifffahrt und Marine. Und immer wieder waren interessante Kinderposten
aufgebaut, so dass jeder auf seine Kosten kam. Ganz fasziniert waren wir
von einem Bierdosen Boot, welches tatsächlich bei einer Dosenregatta
im Northern Territory zum Einsatz kam. Nach einem leckeren Lunch im Shushi-Train
fuhren wir mit der Monorail in die City. Nina wünschte sich sehnlichst
in Sydney ein paar Schuhe kaufen zu dürfen, vom eigens gesparten
Feriensackgeld. Und schliesslich haben wir genau die richtigen Strand-Schlarpen
gefunden, und die Nina war stolz ohne Ende auf das neue Schuhwerk. Obwohl
wir schon einige Stunden unterwegs waren, zog es uns doch wieder in den
Darling Harbour. Hier besuchten wir das neue Sydney Aquarium. Endlich
konnten wir einmal einen Plattipus beobachten, wie dieser nervös
nach Futter suchte. Und auch der kleine Zwergpinguin hatte einen Platz
im grosszügigen Aquarium. Nina war hin und weg von den verspielten
"Robben", resp. den Seehunden und beeindruckt von der Grösse
der Haie und Rochen. Nach einer letzen Fahrt mit der Monorail ging es
zurück ins Hotel, wo Nina endlich die neuen Schlarpen anziehen und
stolz präsentieren durfte.
30. Dez. Sydney
Erst
nach einem späten, ausgiebigen Frühstück zogen wir am frühen
Nachmittag zum Circular Quay. Als wir um die Ecke in Richtung Ferry Station
abbogen, hörten wir plötzlich eine Bekannte Stimme. Susi und
Rene, ein befreundetes Paar aus der Heimat, standen vor uns. Auch wenn
wir wussten, dass sie momentan in Sydney weilen, war die Überraschung
doch gross. So gingen wir gemeinsam erst einmal in die Rocks, und plauderten
in einem gemütlichen Biergarten. Anschliessend machten wir uns auf
die Suche nach dem besten Platz für das grosse Feuerwerk an New Year`s
Eve. Im Botanischen Garten fanden wir dann den Traumplatz, eine kleine
Höhle mit Sicht auf das Sydneys Opera House und Sydney Harbour Bridge.
Jedoch rechnen wir uns die Chancen genau diesen Platz zu ergattern, als
relativ gering aus. Nach einem zweistündigen Spatziergang durch den
Botanischen Garten, stärken wir uns an einem Foodcorner im Fusse
des Sydney Towers. Als Susi und Rene sich wieder auf den Weg zu ihrem
Campingplatz machten, stiegen wir in eine Ferry und fuhren im Sonnenuntergang
nach North Sydney. Es ist schon erstaunlich, wie nach wenigen Fahrtminuten
aus dem Zentrum von Sydney, die Gegend plötzlich Dorfcharakter erhält.
Als wir nach einer Stunde Bootsfahrt wieder am Circular Quay anlegten,
war das Sydney Opera Haus in der immer dunkler werdenden Nacht sanft beleuchtet,
und versprühte eine phantastische Atmosphäre.
31. Dez. Sydney
Diesen
langen Tag wollten wir ruhig angehen. Wir brunchten erst spät in
der Jugendherberge, und machten uns ein Lunchpaket. Um 15 Uhr machten
wir uns dann auf in Richtung Botanischer Garten. Dieser war am New Years
Eve nur via Museum, und nicht via Opera House zugänglich. mit ca.
700 anderen Besuchern stellten wir uns dann also in die Reihe zur Schleuse.
Der Park wurde rundum dicht gemacht, und jede Tasche wurde kontrolliert
auf Alkohol, den durften wir uns nicht mitnehmen. Vor der Hauptschläusse
häuften sich also schon die leeren Bierdosen und halbleeren Cola
Flaschen (die wahrscheinlich noch andere Zusatzstoffe enthielten). Es
ging flink voran, kurz vor 16 Uhr standen wir im Park und suchten uns
ein Platz für das Feuerwerk. Immer mehr füllte sich der Botanische
Garten, und die Stimmung wurde auch immer gewaltiger. (Im Park durfte
man sich dann natürlich wieder Bier und Wein kaufen). Eine La Ola
Welle folgte der anderen, und rundum wurden Spässe getrieben. Kurz
vor 18 Uhr gingen Sascha und Nina auf einen Erkundungstripp durch das
Gelände, und kamen in Begleitung von Adi und Winu, zwei Bekannten
aus unserem Dorf, zurück zu unserem Platz. Und so verging das restliche
warten wir im Fluge. Nina versetze uns allen noch einen riesen Schrecken,
als sie nach einem Spatziergeng (einmal die Strasse rauf und wieder zurück)
nach 20 Minuten nicht zurück kam, ging Mama auf die Suche, inmitten
von Mittlerweilen 50`000 Besuchern. 15 Minuten später standen dann
Papi und Mami mit Natelnummer und Foto von Nina bei der Polizeiwache.
Diese funkten schon wie wild durch das Gelände, als der Erlösende
Anruf von Adi kam. Nina trottelte in einer Selenruhe zurück, sie
war nur schnell auf der Toilette, es hätten halt viele andere auch
angestanden. Um 21 Uhr startete dann das erste 10 Minuten lange Feuerwerk.
Bereits nach diesem ersten Feuerwerk waren alle ganz happy. Da viel junge
Familien das Gelände nach diesem ersten Feuerwerk verliessen, hatten
andere die Chance dazu stossen. Darunter auch Susi und Rene, nun waren
wir also indessen eine Bande von sieben Schweizern, und irgendwie war
die Kleinste die lauteste von allen, wir hatten jedenfalls alle unseren
Spass. Pünktlich um 24h startete dann das zweite 20 Minuten dauernde
Spektakel. Dieses Feuerwerk wurde neben der Sydney Harbour Bridge von
drei weiteren Orten synchron abgefeuert. Es war wunderschön, vor
allem mit der Syluette das Sydney Opera Houses im Vordergrund. Die freudige
Stimmung hielt noch lange an nach dem die letzte Rakete abgefeuert wurde.
Während Sascha und die Schweizer Delegation noch weiter auf den Gelände
blieben, machten sich Nina und Christa gleich auf dem Rückweg. Im
Banne der Masse und der geträllerten Liedern, ging Nina den halben
Weg ohne ein Wort zu murren nach Hause. Erst um 2 Uhr in der Früh,
erreichten wir das Zimmer, und sie schlief sofort wortlos ein.
01. Jan. Sydney
Ein
Müdes Sydney begegnete uns an diesem Ney Years Day. Auch wir haben
bis 10 Uhr schlaf nachgeholt. Am letzen Tag in Sydney durfte Nina das
Tagesprogramm auswählen, und so kam es, dass wir im Hallenbad beim
Hyde Park einige Runde geschwommen sind. Anschliessend fuhren wir zum
Circular Quai und bestaunten die verschiedensten Künstler die am
Quai ihre Kunststücke präsentierten. Ein Jongleur, der auf einem
4m hohen Einrad, mit laufender Motorsäge einem Schwert und einem
Apfel jongliert. Eine Gruppe Aboriginals die auf Digeridoos spielten und
Tänze vorführten. Menschen die wie Statuen verharren, es gab
viel zu sehen. Danach fuhren wir ein letztes mal mit einer Ferry an den
Wahrzeichen von Sydney vorbei zum Darling Harbour. Dort bestaunten wir
noch eine letzte fantastische Show mit einem Zauberer, und gingen zu Fuss
zur Jugendherberge zurück. Dort hiess es Koffer packen, und dies
bedeutete in diesem kleinem Zimmer ein riesiges Chaos, und zwei Stunden
arbeit, die wir uns zu dritt geteilt hatten.
02. Jan. Sydney - Perth - Mandurah
Sieben
Uhr Tagwache, das war hart für uns alle. Dafür bestätigte
sich der Zeitplan äusserst positiv. Mit einem Taxi (Sascha hatte
extra nach einem Kombi Ausschau gehalten, damit all unser Gepäck
darin Platz fand) fuhren wir zum National Airport von Sydney. Und kurz
nach 10 Uhr hoben wir in die Lüfte. Der 4,5 Sündige Flug ging
reibungslos an uns vorbei. Einzig die Landung war infolge starken Windböen
etwas holperig. Doch Nina fand das "echt luschtig". Schon aus
dem Flugzeug konnten wir gut erkenne, wie das Land immer flacher, karger,
roter und die Strassen gerader werden. Nach der Übernahme des neuen
Mietwagens in Perth machten wir uns auf die Suche nach einer neuen Bleibe.
Erst schien uns das unlösbar, da infolge Ferienzeit alles ausgebucht
zu sein schien. Doch dank der Touristik Information in Mandurah, fanden
wir einen äusserst preiswerten und sehr charmanten Campingplatz.
Während des Abendspatzierganges rund um den Camping hörten wir
live Musik von einem Pub. Im Garten spielte eine Band, wahrscheinlich
aus der Gegend, und Nina tanzte wie wild, und war in unserem Bereich bald
in allen Augen. Nach so einem langen Tag ( Durch die Zeitverschiebung
haben wir 3 h gewonnen, und sind jetzt nur noch 7h früher wie die
Schweiz) schiefen wir am Abend alle schnell ein.