Australien 5. Ferienwoche '04-05
6. Dez. Bundaberg - Maryborough - Tin Can Bay
Am
Morgen fuhren wir ein letztes mal ins Stadtzentrum von Bundaberg und flanierten
durch die Einkaufsstrassen. Nachdem wir die letzten Besorgungen getätigt
hatten, ging unsere Reise weiter. In Richtung Süden folgten wir dem
Bruce Highway bis nach Maryborough welches wir zuerst umfahren wollten.
Doch ein kleiner Hunger trieb uns in die Stadt und als wir die vielen
alten, wunderschönen Gebäude und Kirchen im Zentrum erblickten,
hätten wir fast vergessen was zu essen. Wohl gesättigt nahmen
wir den Rest der Etappe unter die Räder und folgten dem Tourist Drive
nach Tin Can Bay. Da wir Tage zuvor gelesen hatten, dass hier Delphine
bis ans Land kommen und sich füttern lassen, hatten wir eher ein
Touristenort erwartet, fanden aber ein kleines verschlafenes Nest vor.
Als wir an der Beach standen, auf das herrlich klare, seichte Wasser blickten
und ausser einigen Pelikanen niemanden sahen, getrauten wir uns fast nicht
hinein. Wir waren nun schon an diversen Stränden und immer war etwas
auf das man achten musste, häufig waren es die Quallen, dann gab
es Krokodiele, oder gar Wasserschlangen und in Town of 1770 warnte man
uns vor dem Stonefish. Hier schien alles perfekt, oder doch nicht ? Wir
wollten auf Nummer sicher gehen und machten uns bei der Bootsvermietung
schlau. Man versicherte uns das wir hier getrost überall baden könnten
es gäbe nichts von all dem eben erwähnten. Weiter sagte man
uns "Ab und zu sieht man einen Hai aber mit denen hatten wir noch
nie Probleme.
Na dann viel Spass, dachten wir uns und stützten uns ins Wasser;
Flipper wird uns dann schon retten.
7. Dez. Tin Can Bay ( Dolphin feeding , Bootsausflug )
Früh
am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Strand von Tin Can Bay, und
die Delphine zu beobachten, die hier jeden morgen an Ufernähe heranschwimmen.
Als hätten Sie genau auf uns gewartet, kamen zwei Tiere angeschwommen,
als wir uns zu einem Duzend anderen Delfinfreunde, bis auf Knietiefe ins
Wasser gesellten. Ein Delphinen blieb etwas im Hintergrund der andere
kam bis auf wenige Meter zu uns geschwommen, drehte dann wieder seine
Kreise und beobachtete die Besucher im Wasser. Um 8 Uhr bekamen wir Instruktionen
wie wir uns verhalten müssen, wenn wir den Delphin füttern wollten.
Die Hände mussten in sterilen Wasser gewaschen werden, und dann konnten
wir für je 4 Aus$ eine Kanne mit zwei Fischen kaufen. Jeder von uns
bekam eine Kanne, und schon bald kam der Delphin angeschwommen, und nahm
ganz sanft den Fisch, den wir an der Flosse ins Meer gehalten hatten.
Nina strahlte über das ganze Gesicht, trotz Regen, welcher kurz vor
8 Uhr eingesetzt hatte. Auch wir Erwachsenen waren einfach fasziniert,
einen frei lebenden Delphin derart nah erleben zu dürfen.
Den am Vortag geplanten Bootsausflug haben wir infolge andauerndem starkem
Regen vorerst über Bord geworfen, und uns ins Hotel zum Frühstück
zurück gezogen. Gesättigt spielten wir ein paar Runden Karten
auf dem Hotelzimmer. Beim Kaffeebreak sahen wir plötzlich die Sonne
auf der Terrasse strahlen, und so wurde der Rucksack ganz flink wieder
bepackt, und 30 Minuten später starteten wir den Bootsausflug doch
noch. Mit einem 4-Plätzigen Motorboot fuhren wir der einsamen Küste
entlang, und machten im seichten Wasser einen Badestopp. Drei ein halb
Stunden vergingen wie im Fluge, und dann liessen wir den Tag beim BBQ
neben einem grossen Spielplatz ausklingen.
8. Dez. Tin Can Bay - Brisbane ( Beenligh )
Wieder
standen wir in aller Frühe auf, denn wir wollten noch einmal zum
Jachthafen fahren und die Delphin Fütterung miterleben. Um 9.00 fuhren
wir schliesslich los Richtung Brisbane. Die ersten 60 Km bis Gympie kamen
wir ganz flott voran, aber kurz danach entleerten sich die immer dunkler
gewordenen Wolken in einem gewaltigen Wolkenbruch über uns, eine
weiterfahrt war schlicht unmöglich und so verwandelte sich der Highway
zu einem temporären Parkplatz. 20 Minuten später setzten sich
dann Auto um Auto wieder langsam in Bewegung. Ca. 80km vor Brisbane machten
wir dann einen Stopp im etwas skurrilen Ettamogah
Pub und stärkten uns für die weiterfahrt.
Wir hielten gerade vor einem Rotlicht und warteten auf Grün als wir
plötzlich ein langes Quietschen hörten. Es war das Quietschen,
dass jeder kennt, wenn man es hört scheint es endlos lange und man
wartet immer zu auf den Knall. Ja, es knallte dann schliesslich auch und
wir standen mit unserm Wagen schon bald mitten auf der Kreuzung. Nachdem
klar war das niemand verletzt worden war machten wir uns auf den weg um
den Wagen zu tauschen da der alte ein kleineres Problem mit dem Kofferraumdeckel
hatte. Als wir unser ganzes Gepäck (von dem wir viel zu viel haben)
umgeladen hatten, meinte Nina " Das isch denn aber praktisch, jetzt
hämmer wieder es Suubers Auto."
Da uns diese Autopackerei ca. zwei Stunden im Zeitplan nach Hinten geworfen
hatten, landeten wir erst gegen 16 h im Zentrum von Brisbane. Leider waren
das genau die 2h in denen anscheinend alle unsere herausgesuchten Unterkünfte
bereits vergeben wurden. So beschlossen wir der Stadt den Rücken
zu kehren, und uns wieder den kleineren Städtchen zu widmen. Für
den Anfang musste ein Vorort von Brisbane hinhalten, uns so fanden wir
in Beenligh ein schönes Motel. Da dieses Motel nicht gerade an der
Hauptverkehrsachse lag, fragen wir einen freundlichen, rundlichen Mann
mit weissen Bart um seine Hilfe. Sehr freundlich beschrieb er uns den
Weg, wünschte uns eine schöne Weihnachtsfeier, und fügte
an, dass er ein wahrer Helfer von Santa Claus sei, einer der Elfen, und
winkte Nina fröhlich zu.
09. Dez. Brisbane ( Beenligh ) - Surfers Paradiese - Mermaid Beach
Eigentlich
wollten wir zuerst einige Tage in Brisbane verweilen, doch nach der Ankunft
war uns diese Stadt gleich viel zu hektisch, zu laut und zu goss erschienen,
und so entschieden wir uns für die weiterfahrt. So fuhren wir dem
Pacific Highway nach Surfers Paradiese entlang. Während der Fahrt
haben wir aus einem Motelführer preiswerte Motels herausgesucht,
und gleich der erste Versuch war ein Toperfolg. Das günstigste Motelzimmer
bislang, mit den meisten Facillities überhaupt. Nach der Ankunft
fuhren wir zum Shopping Center um etwas den Kühlsachrank wie auch
unsere Mägen zu füttern. Wir haben tolles Sushi genossen, bis
wir richtig satt waren. Plötzlich sah Nina Santa Claus in einem der
Restaurants hineingehen. Und wenig später entdeckten wir sein Haus
im Shopping Center. Als Santa dann wieder von seinem Mittag zurück
kam, durfte auch Nina zu ihm in sein Häuschen zu einem Besuch. Zum
Abschied gab es eine Elfenmütze und einen Lolly. Nina hat gestrahlt,
und Santa Claus noch lange nach gewunken.
Gestärkt gingen wir an Strand, um die hohen Wellen zu bewundern.
Obwohl es heute für unsere Bedürfnisse viel zu kalt war (wir
hatten nur noch 24°C, und viel Wind) so konnte Nina doch nichts halten.
Sie rannte eine Stunde lang mit den anbrausenden Wellen um die Wette.
Natürlich war sie nach den ersten drei Wellenbegegnungen plitsch
nass, aber das stört nicht wenn es spass macht.
10. Dez. Mermaid Beach - Surfers Paradiese - Mermaid Beach
Heute
morgen schienen unsere Koffer ausgehungert, dafür war der Wäschesack
zum bersten voll, also machten wir uns nach dem Frühstück erstmal
auf zum nächsten Waschsalon. Zwei Stunden später war es dann
aber genug mit der Arbeit. Trotz den vorhergesagten heftigen Schauern
trauten wir uns zwei Runden Minigolf zu Spielen. Nina, die beim spielen
mehr an ein Hockeyspieler erinnert, schaffte zum Erstaunen der Eltern
drei mal ein "Hohl in One". Pünktlich zum Schluss der zweiten
Runde öffneten sich um 14.00 die Schleusen wieder und wir flüchteten
erst mal vor dem Regen ins trockene zum Mittagessen. Am späteren
Nachmittag tauchten wir dann im Infinity
in Surfers Paradies ab in die Zukunft. Im Spiel mit Spiegel, Licht und
Lasereffekte untermalt mit magischer Musik fühlten wir uns wie in
eine andere Galaxie versetzt. In zahlreichen Räumen durchliefen wir
mal ein Sternenzimmer, dann fanden wir uns in einem riesigen Kaleidoskop
wieder. Und kurz darauf standen wir in einem Spiegelirrgarten mit tausenden
von blinkenden Lichtern, wo wir uns wie ein einzelnes Bit vorkamen, das
durch einen Prozessor schiesst (Alle die den Film" Tron" kennen,
wissen was wir meinen. Den anderen empfehlen wir ein Besuch von Infinity
oder eines Videoverleihs). Auf dem Heimweg schlenderten wir noch einwenig
durch die Shoppingstrassen und wühlten in Ramschläden, wo alles
unter 10 Dollar kostete.
11. Dez. Mermaid Beach 
Eigentlich
wollten Christa und Nina am morgen nur ganz flink in ein Shopping Center,
einige Besorgungen tätigen, und so machten wir uns auf zum Shopping,
welches wir am Vorabend bei der Heimfahrt von Surfers Paradiese gesehen
hatten. Das Shopping war jedoch eine halbe Stadt, diese Dimension hatten
wir nicht erwartet. Inmitten der Shoppingstadt hatte es sogar einen grossen
Kinderspielplatz mit Kinderbahnen. Nina war darüber sehr erfreut,
und durfte gleich einige Runden Autofahren. Als wir dann endlich wieder
den Ausweg aus der Shoppingstadt gefunden hatten, machten wir uns auf
den Weg zum Swimmingpool. Zu unseren Erstaunen schaffte Nina in Pool eine
12 Meter Bahn ohne Schwimmhilfen und ohne die Sicherheit abstehen zu können.
Anschliessend tummelten wir uns in den grossen Wellen, die teilweise über
2 Meter hoch waren. Sascha spielte weit draussen mit den Naturgewalten
( Frei nach dem Motto man kann nicht immer gewinnen und gönnte sich
zwischendurch einen Schluck Salzwasser), während sich die Frauen
lieber etwas näher der Küste aufhielten. Am Abend weihen wir
dann unsere neuste Errungenschaft ein, einen 5 Liter Kochtopf, und machten
uns einen Riesentopf Spaghetti.
12. Dez. Mermaid Beach - Ballina
Nach
einer kurzen Fahrt durch eine hügelige und ungewohnt grüne Gegend
Australiens, machten wir gegen Mittag halt am North Creek von Ballina.
Im seichten Meeresarm machten wir eine ausgiebige Wanderung in knöcheltiefen
Wasser, von einer Sandbank zur anderen. Wir beobachten ein Fischerpaar,
die mit Hilfe eine Handpumpe kleine Krappen aus dem Sand zogen, um diese
dann beim Fischen als Köder einzusetzen. Während des anschliessenden
Lunches haben wie uns auf einen Campingplatz gleich um die Ecke entschieden.
Kaum hatten wir unsere Cabin bezogen, gingen wir auch schon den Pool probeschwimmen.
Die Wolken wurden immer dunkler, und es ergoss sich bald ein gewaltiger
Regenschauer über uns. Doch was soll's, wir sangen :" We swimming
in the Rain". So hatten wir über eine Stunde das Pool für
uns alleine. Als sich die Sonne dann wieder zeigte, machten wir einen
Spatziergang zum Strand, wo die Wellen noch gewaltiger waren als in Surfers
Paradiese. Der Strand war Menschenleer, und wunderschön. Und so genossen
wir die Aussicht und die Wellen bis zum Sonnenuntergang.