Australien 4. Ferienwoche '04-05
29.Nov. Airlie Beach - Mackay - The Caves (Rockhamton)
Früh
am Morgen machten sich Nina und Sascha auf den Weg der morgendlichen Vogelfütterung
auf dem Campinggelände beizuwohnen. Pünktlich sassen die Papageien
rund um die Futterstätte bereit. Als der Pfleger kam gab es dann
kein halten mehr, sodass einer der kleinen gefiederten Freunde sogar in
den Kessel mit dem suppenähnlichen Vogelfutter fiel, und dann tropfnass,
verklebt und kurzfristig flugunfähig in der Runde sass. Heute wollten
wir ein bisschen Wegstrecke gutmachen und uns in Richtung Rockhamton bewegen.
Wir kamen gut voran, Nina war sehr zufrieden, und schlief auch lange im
Auto. Kurz nach Sandria machten wir bei einer entzückenden Raststätte
einen Lunchbrack und fuhren dann weiter um uns ein Nachtlage zu suchen.
Doch leider fanden wir nichts passendes. So landeten wir ungewollt kurz
vor Rockhampton auf einem sehr weitläufigen Camping rund um das Eingansportal
zu den Höhlen von The Cave. Gleich beim Eingang begrüsste uns
ein Kangaroo. Und als wir Nina zum Spielen auf der Schaukel aufmunterten,
war diese uninteressant, weil auch auf dem Spielplatz ein grosses Kangaroo
rastete. Da wir nach ca. 400 km Fahrt keine grosse Lust mehr hatten uns
um eine preiswerte Unterkunft zu kümmern, stimmten wir dem Preis
für die Luxus Cabin zu, und waren dann sichtlich Überrascht,
als sich diese als ein komfortables 3-Zimmer Bungalow mit Kangaroos auf
dem Vorplatz outete. So sassen wir am Abend auch nach dem Nachtessen noch
alle lange auf der grossen Veranda, und konnten Kangaroos bei ihrer nächtlichen
Wanderung durch das einsame Waldgebiet beobachten.
30.Nov. The Caves - Rockhampton - Gladstone - Benaraby
Da
wir in der Nacht auf dem Areal der Höhlen von the Caves geschlafen
hatten, konnten wir heute mal zu Fuss zu unserem Tagesausflug gehen. Dabei
hat sich Nina von den noch faulen Kangaroos verabschiedet. Die Führung
durch die Höhlen war sehr interessant, und die teilweise über
150 Jährigen Holztstege gaben ein sehr nostalgisches Flair. In einer
grossen Halle, the Kathedrale genannt, konnten wie die Akustik und die
Finsternis der Höhle erfahren. Da dieser Teil der Höhle wirklich
für Hochzeiten als Kirchensaal dient, konnten wir auf einem der Kirchenbänke
platz nehmen. Während dem eine sanfte Musik lief wurden dann Stück
um Stück die Beleuchtung reduziert, bis wir in der absoluten Finsternis
sassen. Danach bekam jeder von uns eine Kerze in die Hand, und wir konnten
den letzen Teil der Höhle auf eigene Faust durchforsten. Dieser Teil
war sehr gewunden, eng und meistens nur gebückt passierbar. Am Ende
sahen wir beim hinabgehen zum Eingangsportal noch zwei Felsenkängeruh,
die neugierig zu uns Niederblickten.
Auf unserem weiteren Weg fuhren wir nach Rockhampton. Hier liess Sascha
nochmals seine Wunde am Fuss von einem Doktor begutachten. Die Wunde heilt
gut, und das nähen wäre eher überflüssig gewesen.
Da wir mittlerweile alle Hunger hatten, assen wir im the Sizzler, einer
Salatbar, soviel dass wir beim weiterfahren beinahe platzen. Nina schlief
wohlgenährt gleich ein, und so nutzen wir die Gelegenheit und fuhren
die 130 km bis nach Gladstone durch. Einmal mehr checkten wir in 4 Big
Australia ein, und bezogen eine 2 Zimmer Cabin für die nächsten
drei Nächte. Der Camping-Leiter gab uns viele schöne Tipps,
sodass wir die Nächten zwei Tage wohl volles Programm haben werden.
Wie immer wurde kaum haben wir alles ausgepackt der Swimmingpool ganz
genau unter die Lupe genommen, und nach einem kleinen Imbiss beendeten
wir unseren Tag.
1. Dez. Benaraby - Gladstone - Benaraby
Am
Morgen war es wieder mal an der Zeit die Homepage aufzuschalten, so machten
wir uns auf den Weg mit der Stadtkarte von Gladstone und suchten ein Internet
Cafe. Eine knappe Stunde später waren Christa und Sascha happy das
unsere HP wieder aktuell war. Nina war froh das es wieder einmal ein Internet
Cafe mit Eisdiele war, weil man doch schliesslich mit einem feinem Eisbecher
viel besser warten kann. Der Jachthafen war unser nächstes Ziel,
er ist in einem grosszügigen Park eingebettet und lädt gross
und klein zum verweilen ein. Etwas weiter draussen könnten wir beobachten
wie ein riesiges Kohlenschiff mittels kilometerlangen Förderbänder
beladen wurde. Nina meinte " Wow das ist ja so gross da könnte
man glatt unser Haus darauf stellen". Ich glaube da hätte schon
fast das halbe Dorf platz gehabt. Am Nachmittag besuchten wir den Botanischen
Garten, leider fiel unser Besuch etwas kürzer aus als geplant, denn
die dort ansässigen Mücken wollten uns fast fressen und so beschlossen
wir Forfait zu geben. Wider zurück in unserem Zeltplatz machten wir
uns in der grosszügigen Campingküche ein very spicy Curry, sodass
Nina zuerst Sauercreme auf dem Teller hatte als Curry und später
nur noch Reis as. Wenn irgendwelche Infekte oder Viren im Anzug gewesen
wären, sind diese nun auch Geschichte.
2. Dez. Benaraby
Nina
wollte Mami und Papi wie üblich schon um 6.30 wecken, aber die waren
gar nicht begeistert von der Idee, denn gerade mal dreieinhalb Stunden
Schlaf sind eindeutig zu wenig. So bekamen wir eine weitere Galgenfrist
von einer Stunde, nun gab es aber kein wenn und aber mehr. Mit einem etwas
schweren Kopf begaben wir uns dann zum Pool und beschlossen das wir der
Beach besuch auf den Mittag verschieben. Nina, die sich vor drei Wochen
noch nicht getraute mit "Flügeli" im tiefern Teil des Pools
zu schwimmen und immer darauf bedacht war das ihr ja kein Tröpfchen
ins Gesicht spritzte, lief zur Hochform auf und wollte es nun endlich
wissen. "Wie goht das mit em innegumpe ond tauche" und nach
etwas zögerlichen Startversuchen klappte es immer besser und besser.
Zum Mittag bekochten wir uns dann in der Campingküche die unmittelbar
neben dem Pool stand. Da ausser uns kein Mensch zu Gegen war, hatten wir
schon fast das Gefühl Zuhause im Gartenhaus zu sein. Der restliche
Tag beschlossen wir dann auch im Pool zu verbringen und einfach gemütlich
zu relaxen.
3. Dez. Benaraby - Town of 1770 - Bundaberg
Ein
weiteres Mal war heute "Umzugstermin". Auf dem Weg nach Bundaberg
machten wir einen Abstecher ins Historische Town of 1770. Diese Stadt
trägt nicht umsonst eine Jahreszahl als Namen. Im März 1770
betrat Capitain James Cook hier das erste Mal Boden von Queensland. Neben
der sehr schlichten Gedenkstätte besitzt Town of 1770 jedoch noch
viel mehr, einen fantastischen Ausblick über den Pazifik. Die Gedenkstätte
von Capitain Cook liegt auf einem Ausläufer ins Meer, und man hat
wirklich den Eindruck am Ende der Welt zu stehen. 270° kann man sich
drehen, und blick auf das weite Meer. Ein Lookout in der Nähe der
Gedenkstätte liess uns einen wundervollen blick auf eine einsame
Bucht tief unten gewähren. Im ersten Augenblick schien es unmöglich
da hinunter zu kommen. Es war kein Pfad ersichtlich die zu diesem Traumstrand
führen könnte. Und doch sahen wir ganz deutlich Fussspuren im
Sand. Wir liessen nicht locker, und fanden den verborgenen, und wohl eher
selten benutzen Pfad in das kühlende Nass. Als wir zufrieden im Meer
badeten beobachten wir ein Paar, welches ebenfalls nach dem Pfad nach
unten suchte, jedoch erfolglos wieder von dannen zog, unsere Schadenfreude
war entsprechend gross.
Nach diesem Badespass fuhren wir in Richtung Bundaberg, über die
typischen hügeligen Strassen die einfach Schnurgerade ihrem Ziel
folgen.
4. Dez. Bundaberg (Rum Factory)
Der
Name Bundaberg ist in ganz Australien ein Begriff. Einerseits für
den hier produzierten Zucker, denn 35% der australischen Zuckerrohr Ernte
werden hier verarbeitet, anderseits steht der Name auch für den Rum
der hier gebrannt wird. So machten wir uns auf die Socken zur Besichtigung
der Bundaberg
Distilling Companie. Das an diesem Tag geBundaberg
Distilling Companierade Tag der offenen Tür war kam uns ganz
gelegen, denn wir wurden mit T-Shirts, Kleber, und Ballonen gerade zu
überhäuft und die Tour war heute ebenfalls Gratis. An der Haus
eigenen Bar gab es dann zum Schluss allerlei Rum zu probieren, wobei sich
das Bundaberg Dark and Stormy (Rum und Gingerbier) als unser Favorit erwies
und wir gleich einen Karton zum Fabrikpreis mitnahmen. Bei der späteren
Audienz mit dem Bundy - Bear war Christa froh sich an dem starken Freund
etwas anzulehnen.
5. Dez. Bundaberg (Botanic Garten)
Trotz
Wolkendecke und Regen machten wir uns auf den Weg zum Botanischen
Garten. Wieder einmal mehr eine wunderschöne Anlage. Rund um
vier grosse Teiche mit Inseln auf denen allerlei Vögel nisten winden
sich Gehwege. Als Überraschung für Nina fuhren wir mit einer
alten Dampfeisenbahn welche immer am Sonntags um den See fährt, und
genossen die immer wieder wechselnden Düfte der diversen Pflanzen.
Die Lokomotive leistete in früheren Jahren in der hiesigen Zuckerrohrindustrie
ihre Dienste, und transportierte das frisch geschnittene Zuckerrohr von
den Feldern zur Zuckermühle. Nach dem Gang durch die schöne
Gartenanlage besuchten wir ein Zuckermuseum welches in einem alten, im
viktorianischen Stiel gebautem, Gutshaus untergebracht war. Nach dem Gang
in die Vergangenheit widmeten wir uns am Nachmittag dem neuzeitigen. Wir
besuchen ein Bowlingcenter und spielten einige Spiele. Auch Nina konnte
ganz passabel mitpunkten.