Australien 3. Ferienwoche '04-05
22.Nov. Townsville
Nach
dem Frühstück fuhren wir in die Stadt und besuchten das Aquarium
von Townsville. In diesem Auquarium können sich die Korallen
Fortpflanzen, und so bekommt man einen fantastischen Eindruck von der
Unterwasserwelt im Great Barrier Reef. Im Streichelzoo konnten wir Seesterne
streicheln, und an den Aquarien waren für Kinder immer wieder Suchaufgaben
von Nemo und seinen Unterwasserfreunden zu finden. Als wir uns gegen Ende
des Aquarium Besuches dem Einzelaquarium der für Menschen absolut
gefährlichen Würfelquallen widmeten, wurden wir gefragt, ob
wir für einen Bericht im Townsville Bulletin News Portrait stehen
würden. Natürlich erklärten wir uns dafür bereit,
und so staunten wir weitere 20 Minuten in des besagte Aquariumbecken und
wurden dabei pausenlos abgebildet.
Nach dem Aquariumbesuch schlenderten wir durch die zauberhafte Strandpromenade
von Townsville. Nina vergnügte sich auf einem tolle Wasserspielplatz,
und wir genossen die Parkanlage in Townsville.
Heute
war ein richtiger guter Tag zum Relaxen. Wir haben uns in ein Buch vertieft,
und Nina hat ihre erste australische Freundin gefunden. So waren die beiden
Girls den halben Tag zusammen auf dem Camping unterwegs, planschten im
Swimming Pool oder hüpften auf dem Trampolin, und wir hatten massenhaft
freie Zeit. Am Abend genossen Sascha und Christa die frische eines aufkommenden
Sturm auf der Terrasse, und bestaunten die Flughunde, welche im Baum neben
dem Caravan ihre jungen versorgen, auf welchem am Nachmittag sich noch
zig Papageien lauthals mit Futter versorgten.
24.Nov. Townsville - Bowen
Am
Vormittag machten wir einen Besuch im Billabong
Sanctury Park. Dieser Tierpark ist eine echte Perle. Wie auch schon
vor sieben Jahre, bei unserem ersten Besuch, waren wir alle äusserst
begeistert. Die meisten Tiere laufen frei durch das grosszügige Gelänge,
und suchen Kontakt, wenn ihnen danach ist. Tiere die Schutz brauchen vom
Menschen, oder welche die uns gefährich werden könnten, waren
in grosszügigen Gehägen untergebracht. Zudem fanden eine vielzahl
von in Gefangenschaft genommene Krokodile hier Unterschlupf, die in ihrer
natürlichen Umgebung irgendwie zuviel Troubles verursachten. Das
Highlight schlechthin war die Begegnung mit einem Koala, den wir unter
Beobachtung eines Pflegers streicheln und auf den Arm nehmen durften.
Am Nachmittag fuhren wir bis nach Bowen, wo wir am Abend am Strand, mit
starkem Wind auf Haut und Haar, zeugen eines tollen Sonnenunterganges
wurden.
25.Nov. Bowen - Airlie Beach - ( Airlie Beach - Caves Cove )
Der
weitere Weg führe uns nach Airlie Beach. Hier erfüllte sich
Sascha einen Langersehnten Wunsch, und buchte eine Tour mit einem Segelboot
um Whitesunday Island. Die Tour startete schon wenige Stunden nach der
Buchung. Noch blieb aber genügend Zeit um sich stressfrei eine Unterkunft
für die Christa und Nina auf einem Campingplatz nahe des Strandes
zu suchen, und einige Einkäufe zu tätige. Pünktlich um
14.30 standen wir am Pier, und Nina stellte 101 Fragen wo denn Papa schlafen
würde, wo er essen würde, und wie so ein Segelboot zurück
kommt, sollte der Wind aussetzen. Geduldig erklärte Sascha dem Fragemädchen
alle Fragen, und machte ihr so den Abschied einfacher.
Als die Segeljacht dann um 15.00 in See stach, winkte Nina noch lange hinterher. Erst war Nina recht durch den Wind, dass Papa so fernab von zu Hause in die "eigenen Ferien" fährt, doch der Mami-Tochter Nachmittag hielt schon bald alle Zweifel zu vergessen. Ohne Stress schlenderten wir beide durch Early Beach und besuchten JEDEN Souvenirladen des Touristenortes, besuchten den Spielplatz und assen etwas im Städtchen. Erst nach eindunkeln kehrten wir auf den Camping zurück, und kuschelten uns in unser gemeinsames Bett.
15.00 startete das Segelabenteuer The Whitsundays Island. Die Apollo, ist eine 20,5m lange Maxi Yacht, welche viele Australia Ozean classics bestritt und die meisten auch gewann, darunter auch 1985 den Klassiker Sydney - Hobart in einem Fotofinish mit 4 Sekunden Vorsprung nach über vier Tagen auf hoher See. Der etwas verregnete Start drückte nicht auf die gute Laune, hiess es doch schon bald ran an die Geräte und hoch mit den Segeln und die Apollo legte sich in den Wind und nahm volle Fahrt auf entlang Hook Island wo wir später bei Caves Cove vor Anker gingen. Bei einem tollen Sonnenuntergang genossen wir unser Abendessen auf Deck und plauderten unter dem Vollmond weiter bis spät in die Nacht.
26. Nov. Airlie Beach ( Caves Cove - Mantaray Bay - Hayman Island -
Langford Beach - Caves Cove )
Kurz
nach dem wir die Segel gehievt hatten und das Boot sich bis zur Reling
ins Wasser neigte gab es einen Knall und das "Haedy" (das vordere
Segel) sackte zusammen weil ein Seil gerissen war. Die Crew hatte alles
in Sekunden im Griff und nach einer Kontrolle des Masts ging es auch schon
weiter zu einem herrlichen Schnorchel Platz. Ich hatte mich gerade in
den Quallen Anzug gezwängt und die Flossen angezogen als ich auf
dem offenen Meer zwei Delfine entdeckte, ein tolles Erlebnis, das anschliessend
von den vielen farbenprächtigen Fischen und Korallen gekrönt
wurde.
Am Mittag als wir zu einem weiteren Segel turn aufbrachen geschah es dann.
Bei einem unkontrollierten Schritt auf dem schwankenden Schiff riss ich
mir einen Zeh auf nach dem ich über den Abfalleimer stolperte. Der
Skipper meinte das es nicht gerade toll aussehe und steuerte darauf hin
Hayman Island an, ein absolutes Luxus Ressort wo es eine Krankenschwester
hatte.
Der Preis pro Nacht von 64'000 $ schlägt hier auch auf die Kosten
von Arzneimittel. So verlangten sie für das säubern der Wunde
und ein Pflaster satte 485$, die Taxifahrt zurück auf die Apollo
welche inzwischen weitergesegelt war zu einem Sandbank, war für 60$
dagegen fast geschenkt.
Wir stachen erneut in See und lieferten uns mit der Condor, auch eine
Maxi Yacht von Prosail, ein packendes Rennen bis in den Sonnenuntergang.
Die diversen Manöver gingen ganz schön in die Arme und machten
auch ganz schön hungrig, das tolle Nachtessen rundete schliesslich
diesen etwas turbulenten Tag ab.
Die Frauen auf dem Camping hatten nicht das Prachtwetter wie es um die Inseln auf dem Meer herrschte. Auf dem Weg zum Spielplatz begann ein Nieselregen. Also änderten wir schnell unsere Pläne, stürzten uns in unsere Badekleider und planschten im Pool. Dort störte uns der Regen am wenigsten. Allerdings war das Wasser auch deutlich kühler als an Sonnentagen. Nach einer Stunde Baden waren wir dann so ausgekühlt, dass wir um den Heizstrahler im Caravan froh waren. Also kuschelten wir uns ins Bett, genossen einen Lunch im demselbigen und planten den Nachmittag. Auf dem Stadtbummel am Tag zuvor hatte Nina einen Schmuckladen entdeckt, wo sich jeder aus einer Riesenauswahl an Schmuckperlen aus Kunststoff, Muscheln, Steinen und Keramik seine eigene Kette zusammenstellen konnte. Allein das auswählen war ein Riesenspass. Nach etwas über einer Stunde verliessen wir beide das Geschäft mit einer neuen Kette um den Hals, genau so wie sie uns gefällt.
27. Nov. Airlie Beach ( Caves Cove - Airlie Beach )
Das
morgen Schnorcheln liess ich aus, da dies wohl nicht gerade das beste
für mein Fuss gewesen wäre. Um 10.00 hiess es ein letztes mal
Segel setzten, und sich auf die hohe Kannte setzten oder selber kräftig
mitkurbeln. Die etwas höheren Wellen liessen das Boot herrlich auf
und ab tanzen und die Gischt peitschte über das ganze Boot, was allerdings
nicht alle so genossen wie ich. Daran konnte aber auch der Alkohol der
letzten Nacht schuld haben.
In Airlie Beach war dann das Abenteuer Segeln zu ende und ich machte mich
auf zum Doktor. Der hatte nicht gerade grosse Freude als er mich begutachtete,
der halbe Zeh war eingerissen und musste genäht werden und er verordnete
mir zwei Tage Ruhe was für uns heisst das wir nicht weiter fahren
konnten. So machten wir uns auf eine neue Bleibe zu suchen. Da wir bis
anhin durchwegs positive Erfahrungen mit "Big 4 Holiday Parks"
gemacht hatten, und wir seit Townsville auch eine Gratis- Mitgliedschaft
hatten welche uns 10% brachte, buchten wir da ein Cabin für die nächsten
zwei Tage.
An Land verbrachten wir den Vormittag in der Lagune von Airlie Beach.
Ähnlich der Lagune von Cairns, ein künstlich angelegtes Badeparadies
mit Kinderspielplätzen, BBQ Arenen und Schattenspendenden Essbereichen.
Doch das baden war nur von kurzer Dauer, denn wir hörten von weit
her eine Live Band spielen, und wollten die genaue Herkunft diagnostizieren.
An der Strandpromenade fanden wir einen Markt, mit Handwerk aus der Gegend,
Früchten und Trödler Ständen. Nina war überglücklich,
als sie an einem der Marktstände einen Winnie the Phoo fand, den
sie aus ihrem Taschengeld bezahlen konnte. Der neue Begleiter wurde dann
später am Abend in Caravan gründlich gewaschen, getrocknet und
scheint der neue treue Freund von Nina zu werden. Nach dem Marktbesuch
fuhren wir zum Shute Harbour um Papa im Empfang zu nehmen. Nina bestaunte
mit dem Feldstecher alle einkommenden Boote, bis sie die Apollo in den
Haven einfahren sah.
28. Nov. Airlie Beach
Das
tolle an Tagen ohne Fahrtstrecke liegt einfach darin, dass man in aller
Ruhe ausschlafen, sich im Bett herumwälzen und gemütlich Frühstücken
kann. Genau so sah dieser Morgen aus. Vor Mittag haben Nina und Christa
das Ressort Pool begutachtet. Am Nachmittag wollten wir dann Papa die
tolle Lagune in Airlie Beacht pressentieren. Nina ist Stundenlang geschwommen
und Sascha hat sich in ein tolles Buch vertieft. Nach dem Nachtessen im
Caravan besuchte uns ein süsses und absolut unängstliches Opossum.
Es bat ein Stück Brot, ja es riss sogar Stücke aus unserer Hand.
Dann turnte es noch etwas auf dem Geländer der Veranda umher, und
verkroch sich gesättigt auf einem Baum.