Australien 2. Ferienwoche '04-05
15.Nov. Moosmann - Port Douglas - Cairns
Nach
dem Frühstück im Motelzimmer packten wir unsere Koffer und machten
uns auf den Weg zu einem neuen temporären Heim. In Port Douglas mussten
wir noch einige Besorgungen machen, und anschliessend mussten wir nochmals
zurück nach Moosmann, da die am Vortag gewaschene Wäsche noch
nicht richtig trocken war. Nach dem Mittag waren wir dann endlich gewappnet,
und wir fuhren dem wunderschönen Capitain Cook Highway entlang nach
Cairns. Dort fanden wir ein einfaches preiswertes Motel mitten in der
Stadt. Kaum angekommen schlenderten wir durch die Stadt und waren gleich
begeistert von der neu erschaffenen Lagune, ein künstlich angelegtes
Badeparadies mit BBQ Plätzen zum Relaxen, Geniessen, und das ganze
völlig kostenlos. Natürlich mussten wir diesen Badespass ausgiebig
testen, und so kam Nina zu ihrem lange ersehnten Nachtschwimmen. Den ganzen
Abend konnten wir Flying Foxes bewundern, wie diese, manchmal auch ganz
dicht, über unseren Köpfen ihre Flugrunden drehten, und sich
anschliessend zum ruhen kopf unter in die Palmen an die Palmblätter
hängten.
16.Nov. Cairns
Ausschlafen
war angesagt und bloss kein riesiges Rahmenprogramm. So ging es gegen
Mittag zu einem gemütlichen Stadtbummel. Am Abend nahmen wir einen
dieser tollen BBQ-Plätze in der Lagune in beschlag. Dort wollten
mittels neu gekaufter Bratpfanne Speck-Kartoffeln mit Käse überbacken
zubereiten. Da die Pfanne zu wenig heiss wurde drohte dieses Unterfangen
zu scheitern. Als sich dann drei Schweden zu uns an den Tisch gesellten
und ihren Notkocher "ausgrabten", sahen wir uns an und 20 Min.
später waren wir auch stolze Besitzer eines Camping-Kochers. Und
Oh Wunder die Kartoffeln brutzelten herrlich, und der Traum von Spiegeleier
zum Frühstück wird künftig auch wahr.
17.Nov. Cairns - Tropical Zoo
Die
Zeit war gekommen, die Australische Tierwelt auch einmal live zu betrachten.
Im Tropical Zoo konnten wir viele australische Tiere bewundern: der stämmige
Wombat, die ewig müden Koalas, das gefrässige Krokodil, Helmut
der eigentlich Helmcassowar heisst jedoch von Nina einfach halber umbenannt
wurde, Reptilien aller Art und natürlich das hüpfende Kangaroo.
Komischer weise konnten wir uns vom begehbaren Kangaroo Gehänge beinahe
nicht mehr trennen. Nach einem letzen Bad in der Lagune nahmen wir abschied
von Cairns.
18.Nov. Cairns - Lake Eacham - Milla Milla Falls - Zillie Falls - Ellinjaa
Falls - Innisfail
Nachdem
updaten unserer Homepage fuhren wir mit fast leerem Benzintank in Richtung
Cairns Hochland. Trotz Klimaanlage kam Christa ziemlich ins Schwitzen.
Nach einer beinahe nicht endende kurvenreiche Bergstrecke gelangten wir
mit letzter Reserve zu einer Tankstelle. Anschliessend brauchten wir ein
kühlendes Bad im Lake Eacham um wieder auf Normaltemperatur zu gelangen.
Die Fahrt führte weiter Richtung Milla Milla wo wir in den Waterfall
Circuit einbogen, welcher uns der Reihe nach zu drei bezaubernden Wasserfällen
lotste. Wir sahen den Milla Milla Fall, den Zillie Fall und den Ellinjaa
Fall, eingebettet im üppigen Grün des Regenwaldes.
Während der Motelsuche kam es dann unverhofft zu einem Tages Highlight:
Nina verlor ihren ersten Wackelzahn, und wuchs vor lauter Stolz bestimmt
um 2 cm.
Das mittlerweile traditionelle Abendbad genossen wir im öffentlichen
Freibad von Innisfail, dass wir um 18.00 nur noch mit vier Personen teilen
mussten.
"Wer mini Zahlugge aluege möchti, chan das uf minere Fotigallerie mache"
19.Nov. Innisfail - South Mission Beach
Happy
Birthsday Christa. Ein lang ersehnter Wunsch ging für Christa in
Erfüllung, einmal Geburtstag im Sommer. So machten wir uns nach dem
Frühstück auf die Socken und suchten uns ein lauschiges Plätzchen
nahe dem Meer. Dies fanden wir schliesslich in South Mission Beach im
Coconut Caravan Village, einem direkt am Meer gelegenen Zeltplatz. Nachdem
wir unser sieben Sachen für die nächsten zwei Tage eingepufft
hatten lehnten wir entspannt zurück und genossen den Nachmittag am
Strand und am Pool. Zum Abendessen wurde Christa von Sascha und Nina kulinarisch
verwöhnt, das Dessert mussten wir auf den nächsten Tag verschieben.
Nina die nach dem vielen Schwimmen, mittlerweile auch ohne "Flügeli"
war stehend K.O. und schlief um 19.00 ein. Christa und Sascha setzten
sich gemütlich unter die Kokos Palmen am Strand und genehmigten sich
ein Fläschchen Wein.
20.Nov. South Mission Beach
Um
5.00 in der Früh schlichen wir uns aus unserem Cabin, um Nina nicht
zu wecken, und beobachteten an der Beach einen eindrücklichen Sonnenaufgang
über Dunke Island.
Nach dem wir den Rest des Morgens mehr oder weniger auf der faulen Haut
lagen wurde es gegen Mittag Zeit für etwas Bewegung. Wir fuhren nach
Wongaling Beach dort mieteten wir uns ein Family Bike und fuhren den Sandstrand
entlang. Das Stahlross welches zwar witzig anzuschauen war, erwies sich
als bleischweres ungeschaltetes Monster in der brütenden Mittagshitze.
Und bevor die Tour zur Tortur wurde beschlossen wir die Übung nach
eineinhalb Stunden abzubrechen, und uns einer etwas leichteren Sportart
zu widmen: Mini Golf. Das kann ja gar nicht so schlimm sein. Denkste!
Heute scheint es irgendwie besonders schwül zu sein, wir mussten
nach den 18 Löchern sofort zurück ins Pool flüchten. Wer
jetzt denkt " Die hängen ja immer am Pool oder im Meer herum
" dem sei gesagt, dass dies die einzigen Stellen sind an denen man
nicht zum Auslaufmodell mutiert.
21.Nov. South Mission Beach -Tully - Lucinda (Halifax) - Touwsnville
Nachdem
es in der Nacht geregnet hatte war die Temperatur am Morgen recht angenehm,
was uns bei der doch etwas längeren Strecke an diesem Tag zugute
kam. Von South Mission Beach aus fuhren wir nach Tully, wo mitten im Ort
ein acht Meter hoher Gummistiefel steht. Dieser soll an die Rekord Niederschläge
von 1950 erinnern, als es innerhalb eines Jahres 7910mm (1140mm an einem
Tag) Regen gefallen sind.
Kurz nach Cardwell machten wir einen kurzen Stopp bei einem Lookout und
genossen die Aussicht über den weiten Wald und den Hinchinbrook Channel
bis hin zur Hinchinbrook Island. Eine knappe Stunde später trieb
uns der Hunger nach Lucinda, wo wir im Park einem gemütlichen Pick
Nick frönten. In Lucinda, bekannt für seine Zuckerindustrie,
wurde ein gigantischer Steg (5,9 km lang) mit Förderband ins Meer
hinaus gebaut um die Schiffe zu beladen.
Schliesslich trafen wir dann am späteren Nachmittag in Touwnsville
ein und bezogen unser neues Quartier im Walkabout Palms Caravan Park.
Die zwei süssen Kerlchen auf dem Foto sahen wir kaum losgefahren
am Morgen.